Jeder vierte neue Lastwagen in der Schweiz fährt elektrisch

MARKTENTWICKLUNG Der Schweizer Nutzfahrzeugmarkt verzeichnet im ersten Quartal 2026 ein deutliches Wachstum von 6,7 Prozent. Besonders dynamisch zeigt sich die Entwicklung bei schweren Fahrzeugen: Bereits jeder vierte neu immatrikulierte Lastwagen fährt elektrisch.

Immer mehr Lastwagen fahren elektrisch: Im ersten Quartal 2026 erreichte der Elektro-Anteil bei schweren Nutzfahrzeugen in der Schweiz fast 27 Prozent. (Foto: Enotea / Julian Konrad)

Der Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge ist in den ersten drei Monaten des Jahres spürbar gewachsen. Von Januar bis März 2026 wurden insgesamt 9406 leichte und schwere Sachen- sowie Personentransportfahrzeuge in Verkehr gesetzt, was einem Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Laut den aktuellen Daten von auto-schweiz zeigt sich dabei ein klarer Trend: Immer mehr Lastwagen sind elektrisch unterwegs, insbesondere im schweren Segment über 3,5 Tonnen. In dieser Kategorie stiegen die Zulassungen um 15,6 Prozent, wobei der Anteil rein elektrisch angetriebener Fahrzeuge (BEV) auf beachtliche 26,8 Prozent kletterte. Damit ist bereits mehr als jedes vierte Neufahrzeug in diesem Bereich mit Strom statt mit fossilem Treibstoff unterwegs.

Warum schwere Lastwagen elektrisch boomen

Betrachtet man das Segment der schweren Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen separat, so liegt der Anteil derer, die als Lastwagen elektrisch betrieben werden, bei 25,1 Prozent. Das bisherige Fördersystem hat hier eine starke Marktnachfrage generiert. Im Gegensatz dazu verläuft der Hochlauf bei den leichten Nutzfahrzeugen und Lieferwagen bis 3,5 Tonnen langsamer. Hier liegt der BEV-Marktanteil bei 12,2 Prozent, ergänzt durch 3,1 Prozent Plug-in-Hybride. Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, betont: «Die Elektrifizierung gewinnt an Dynamik, doch der Erfolg hängt stark von einem stimulierenden regulatorischen Umfeld und langfristiger Investitionssicherheit ab.»

Herausforderungen für Lastwagen elektrisch bis 4,25 Tonnen

Sorgen bereitet dem Verband die Stagnation bei den sogenannten Bourgeois-Fahrzeugen. Diese schweren Nutzfahrzeuge bis 4,25 Tonnen machen lediglich fünf Prozent der Neuzulassungen in der Klasse von 3,5 bis 16 Tonnen aus. Benannt nach einer Motion von Alt-Nationalrat Jacques Bourgeois, ermöglichen diese Fahrzeuge den Ausgleich des Batterie-Mehrgewichts, damit auch diese Lastwagen elektrisch effizient betrieben werden können. Dennoch verhindern regulatorische Hürden derzeit einen echten Marktdurchbruch. Die Branche wartet dringend auf Erleichterungen für Fahrzeuge und Chauffeure. Insgesamt wurden inklusive der 52’982 Pw im ersten Quartal 62’388 neue Motorfahrzeuge in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein immatrikuliert.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss/#statistics zur Verfügung.

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