BKW und Dreier: Starke Energie für die E-Logistik

LADE-INFRASTRUKTUR BKW Smart Mobility realisiert für die Dreier AG am Standort Egerkingen eine zukunftsweisende Energielösung für die Elektrifizierung der Logistik. Das gemeinsame Projekt «Ladepark 2.0» kombiniert leistungsfähige Ladeinfrastruktur mit einem massiven Batteriespeicher.

Dreier Elektro-Lkw an den Schnellladestationen im Elektro-Park Egerkingen.

Für Transportunternehmen wird die Dekarbonisierung zunehmend zu einer strategischen Aufgabe. Beim Ausbau der Elektromobilität im schweren Nutzfahrzeugsegment kommt es dabei auf das präzise Zusammenspiel von Ladeleistung, Netzkapazität und Wirtschaftlichkeit an. Die Kooperation von BKW und Dreier zeigt nun in Egerkingen exemplarisch, wie eine solche netzdienliche und hochgradig skalierbare Infrastruktur in der Praxis aussieht.

Ladepark 2.0 von BKW und Dreier: 16 Ladepunkte und 6-MWh-Speicher

Das Herzstück der neuen Anlage umfasst die vollständige Energieerschliessung des Logistikstandorts mit insgesamt 16 Ladepunkten. Hier sind Ladeleistungen von bis zu 400 kW pro Ladepunkt möglich. Damit schafft die Dreier AG die technologische Grundlage, um schwere elektrische Nutzfahrzeuge – wie den Volvo FH Aero Electric oder den Mercedes-Benz eActros 600 – schnell und verlässlich im täglichen Schichtbetrieb zu laden.

Schnellladestation im Elektropark Egerkingen

Die Besonderheit des Projekts liegt in der Koppelung mit einem riesigen Batteriespeicher, der über eine Kapazität von 6,0 MWh verfügt. Dieser Speicher fängt hohe Lastspitzen beim parallelen Laden mehrerer Trucks zuverlässig ab und entlastet so das lokale Stromnetz. Gleichzeitig erlaubt das System eine optimierte Einbindung von lokal erzeugtem Solarstrom über den weiteren Ausbau der betriebseigenen Photovoltaikanlagen.

«Mit der Energielösung in Egerkingen zeigen wir sehr konkret, wie leistungsfähige Ladeinfrastruktur künftig netzdienlicher und skalierbarer umgesetzt werden kann», erklärt Fabian Kallen, Head of BKW Smart Mobility.

Ein Elektro-LKW im Einsatz für die Dreier AG (Mercedes-Benz eActros 600, Bild: Roland Morgenthaler)

Flottenausbau auf 100 E-Lkw bis Frühling 2027

Für die inhabergeführte Dreier AG (Hauptsitz in Suhr), die rund 350 Lkw betreibt und bereits heute 75 Elektro-Lastwagen im Einsatz hat, ist der Ladepark ein zentraler Meilenstein der Nachhaltigkeitsstrategie. Bis zum Frühling 2027 soll die eigene E-Flotte auf rund 100 Fahrzeuge anwachsen. Ohne eine massgeschneiderte Energieinfrastruktur wäre ein Hochlauf in dieser Grössenordnung betrieblich nicht darstellbar.

Laut CEO Hans-Peter Dreier ist die Skalierbarkeit im Alltag entscheidend. Und das Projekt ist bereits weitergedacht: Bis Ende 2030 soll mit dem «Ladepark 3.0» nochmals eine völlig neue Dimension der emissionsfreien Logistik erreicht werden. Das Projekt von BKW und Dreier verdeutlicht der Transportbranche und der Politik somit eindrücklich, dass grüne Logistik in der Schweiz längst keine Zukunftsvision mehr, sondern wirtschaftlich und technisch umsetzbar ist.

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