Ladepark Villmergen: Die Post baut E-Infrastruktur aus
LADE-INFRASTRUKTUR Die Schweizerische Post treibt die Dekarbonisierung ihrer schweren Nutzfahrzeugflotte massiv voran. Mit dem neuen Ladepark im Kanton Aargau wurde nun die dritte Grossanlage in Betrieb genommen, die sowohl von Elektro-Lastwagen als auch von Postautos genutzt wird.

Die Post macht vorwärts: Beim neuen Logistikzentrum von Swiss Post Cargo wurde mit dem Ladepark Villmergen eine der schweizweit grössten Ladeanlagen für schwere E-Nutzfahrzeuge geschaffen. Insgesamt stehen 16 Ladepunkte zur Verfügung, die eine intelligente Mehrfachnutzung ermöglichen. Acht Anschlüsse sind für die Güterlogistik von Swiss Post Cargo reserviert, vier für Postautos und zwei fix an Drittkunden vermietet. Besonders attraktiv für das regionale Gewerbe: Zwei Ladepunkte sind öffentlich zugänglich, sodass externe E-Lastwagen während ihrer Tour schnell und unkompliziert Energie nachladen können.
Hochleistungstechnik im Ladepark Villmergen
Die technische Ausstattung der Anlage unterstreicht den Innovationsanspruch. Die von Repower realisierte Infrastruktur basiert auf zwei Dreifach-Gleichrichterschränken mit je 600 kW Leistung. Standardmässig liefert jeder Ladepunkt im Ladepark Villmergen 160 kW, was ideal für das Laden über Nacht ist. Für besonders eilige Stopps während des Tages stehen zudem zwei flüssigkeitsgekühlte High-Power-Charger mit jeweils 400 kW Ladeleistung bereit. Diese ermöglichen extrem kurze Standzeiten für schwere Nutzfahrzeuge, was die Effizienz im Logistikalltag massgeblich steigert.
Platzsparendes Konzept und eigene Energie
Ein besonderes Merkmal am Standort ist der haushälterische Umgang mit der Logistikfläche. Um den Rangierbetrieb nicht zu behindern, verläuft die Kabelführung im Ladepark Villmergen in der Höhe. Die Ladekabel werden erst bei Bedarf nach unten gezogen. Neben der Flächeneffizienz überzeugt das Projekt auch ökologisch: Eine hauseigene Solaranlage produziert jährlich über 1300 MWh Strom. Damit deckt die Post rund 80 Prozent des Energiebedarfs des gesamten Logistikzentrums aus eigenen, regenerativen Quellen.
Mit diesem Meilenstein verfolgt die Post konsequent ihr Ziel, bis 2040 Netto-Null zu erreichen. Nach Vétroz und Untervaz ist der Ladepark Villmergen ein zentraler Pfeiler in der Transformation der Flotte hin zu fossilfreien Antrieben. Er bietet zudem Logistikpartnern die Chance, auf E-Lkw umzustellen, ohne selbst in teure Infrastruktur investieren zu müssen – ein starkes Signal für die gesamte Branche.
