Paccar mit starkem zweiten Quartal und Rekord bei Ersatzteilen

STABILE GLOBALE NACHFRAGE Der US-amerikanische Nutzfahrzeugkonzern Paccar, zu dem auch DAF Trucks gehört, weist für das zweite Quartal 2026 ein starkes Ergebnis aus. Der Reingewinn stieg auf 752,0 Millionen US-Dollar, während der Umsatz ein leichtes Plus auf 7,55 Milliarden Dollar verzeichnete.

Kenworth T880 Vocational Truck

Im Vergleich zum Vorjahresquartal (723,8 Mio. Dollar bzw. 1,37 Dollar je Aktie) steigerte Paccar seinen Reingewinn im zweiten Quartal 2026 auf 752,0 Millionen Dollar (1,43 Dollar je verwässerte Aktie). Die konsolidierten Umsatzerlöse aus dem Fahrzeuggeschäft sowie den Finanzdienstleistungen beliefen sich auf 7,55 Milliarden Dollar (Q2 2025: 7,51 Mrd. Dollar). Weltweit lieferte die Gruppe im zweiten Quartal 38’000 Lkw aus.

Für das gesamte erste Halbjahr 2026 verbucht Paccar einen Nettogewinn von 1,36 Milliarden Dollar (2,57 Dollar je Aktie), verglichen mit 1,23 Milliarden Dollar (2,33 Dollar je Aktie) in der Vorjahresperiode. Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2025 war allerdings durch eine einmalige Sonderbelastung im Zusammenhang mit Zivilprozessen in Europa nach Steuern negativ beeinflusst worden. Der Gesamtumsatz in den ersten sechs Monaten lag bei 14,32 Milliarden Dollar.

Rekordumsatz bei Paccar Parts und solide Finanzdienste

Als verlässlicher Ertragsbringer erwies sich erneut die Ersatzteilsparte Paccar Parts: Sie erzielte im zweiten Quartal einen Rekordumsatz von 1,75 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1,72 Mrd. Dollar) sowie einen Vorsteuergewinn von 417,0 Millionen Dollar. Im gesamten ersten Halbjahr belief sich der Spartenumsatz auf 3,46 Milliarden Dollar. Das weltweite Netz umfasst mittlerweile 21 Logistikzentren mit über 370 000 m² Fläche, die mehr als 2000 Händlerstützpunkte der Marken DAF, Kenworth und Peterbilt sowie über 350 TRP-Geschäfte versorgen.

Auch Paccar Financial Services (PFS) lieferte solide Zahlen ab. Der Vorsteuergewinn erreichte im zweiten Quartal 124,1 Millionen Dollar bei Einnahmen von 549,7 Millionen Dollar. Das Gesamtportfolio von PFS umfasst rund 222’000 Lkw und Auflieger bei Aktiva von 22,3 Milliarden Dollar. Dazu gehört auch die Leasinggesellschaft PacLease mit einer Flotte von 37’000 Fahrzeugen.

Ausblick auf die globalen Lkw-Märkte

In Nordamerika (USA und Kanada) schätzt Paccar den Gesamtmarkt der schweren Lkw der Klasse 8 für das Gesamtjahr 2026 auf 230’000 bis 270’000 Fahrzeuge. Höhere Frachtraten und ein gestiegenes Durchschnittsalter der Fahrzeugflotten böten Flottenbetreibern Anlass zur Erneuerung mit treibstoffeffizienteren Modellen. Zur Feier des 250. Geburtstags der USA präsentierte die Marke Peterbilt im zweiten Quartal zudem das Sondermodell «Freedom 250 Special Edition Model 589».

Für den europäischen Markt im Segment über 16 Tonnen geht das Management im laufenden Jahr von 290’000 bis 330’000 Neuzulassungen aus. Die Marke DAF überzeuge Kunden hierbei insbesondere durch die herausragende Aerodynamik und Effizienz ihrer Modellpalette. In Südamerika schätzt der Konzern das Marktvolumen im Segment ab 16 Tonnen auf 100’000 bis 110’000 Einheiten.

Hohe Investitionen in Zukunftstechnologien

Paccar hält den Kurs bei den Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Sachanlagen hoch. Im zweiten Quartal flossen 138,7 Millionen Dollar in Sachinvestitionen und 114,3 Millionen Dollar in F&E. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Finanzchef Brice Poplawski Sachinvestitionen zwischen 700 und 750 Millionen Dollar sowie F&E-Ausgaben von 450 bis 480 Millionen Dollar. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Weiterentwicklung sauberer Dieselmotoren, Hybrid- und batterieelektrischer Antriebe sowie vernetzter Fahrzeugdienste.

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