Lidl E-Ladeinfrastruktur für fossilfreie Logistik

ELEKTRIFIZIERUNG. Lidl Schweiz nimmt in Weinfelden zwölf neue Ladepunkte mit je 400 kW in Betrieb und investiert 6,5 Millionen Franken in den Ausbau der Lidl E-Ladeinfrastruktur – ein zentraler Schritt zur fossilfreien Filialbelieferung bis 2030.

Lidl elektrifiziert Lieferflotte mit zwölf neuen Ladepunkten. Quelle: zvg

Lidl Schweiz hat den Ausbau seiner Lidl E-Ladeinfrastruktur am Warenverteilzentrum in Weinfelden abgeschlossen. Seit dem 1. Mai 2026 stehen dort zwölf Ladesäulen zur Verfügung, die gleichzeitig zwölf Elektro-Lkw mit einer Ladeleistung von je 400 kW versorgen können. Eine vollständige Ladung eines schweren Lastwagens dauert dabei rund 90 Minuten – kurz genug, um den Ladevorgang effizient in die logistischen Abläufe des Verteilzentrums zu integrieren. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 6,5 Millionen Franken.

Lidl investiert 6,5 Millionen Franken in E-Ladeinfrastruktur. Quelle: zvg

Die aktuell in Betrieb genommenen zwölf Ladepunkte sind erst der erste Ausbauschritt. Bereits ab September 2026 sollen weitere zwölf Ladepunkte in Betrieb gehen, womit das Verteilzentrum Weinfelden dann bis zu 24 Elektro-Lkw gleichzeitig laden kann. Damit schafft das Unternehmen die Kapazitäten, um seinen gesamten Fuhrpark schrittweise auf elektrischen Antrieb umzustellen.

Technologieoffener Ansatz auf dem Weg zur fossilfreien Belieferung

Das erklärte Ziel von Lidl Schweiz ist es, die Filialbelieferung bis zum Jahr 2030 vollständig fossilfrei zu gestalten. Dabei setzt das Unternehmen auf einen technologieoffenen Ansatz und prüft verschiedene Antriebsformen parallel. Der neue Ladepark in Weinfelden bildet die Basis für die weitere Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen systematisch.

Daniel Stolz, Leiter Transportlogistik bei Lidl Schweiz, erläutert die strategische Bedeutung des Projekts: «Damit frische Lebensmittel nachhaltig in unsere Filialen kommen, braucht es im Hintergrund eine leistungsstarke Infrastruktur. Mit dem Ausbau in Weinfelden und Sévaz schaffen wir die Voraussetzung, unsere Lkw-Flotte ökologischer zu betreiben, ohne dabei an Effizienz einzubüssen.»

Ausbau der Lidl E-Ladeinfrastruktur auch in Sévaz geplant

Der geografische Ausbau des Ladenetzes beschränkt sich nicht auf Weinfelden. Für das zweite Warenverteilzentrum von Lidl Schweiz in Sévaz FR ist ebenfalls eine E-Ladestation vorgesehen, deren Fertigstellung voraussichtlich im Winter 2026 erfolgen wird. Die beiden Verteilzentren in Weinfelden TG und Sévaz FR beliefern gemeinsam über 190 Filialen in der gesamten Schweiz.

Lidl Schweiz investiert 6,5 Millionen in E-Ladeinfrastruktur. Quelle: zvg

Nachhaltige Energieversorgung durch Photovoltaik und grünen Strom

Die Energieversorgung des neuen Ladeparks ist von Grund auf auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Das Kernstück bildet die Eigenproduktion durch Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern des Verteilzentrums. Ergänzend bezieht Lidl Schweiz zertifizierten grünen Strom aus dem öffentlichen Netz. Damit wird sichergestellt, dass der Betrieb der Elektro-Lkw nicht nur im Fahrbetrieb, sondern auch bei der Energieversorgung ressourcenschonend erfolgt.

Mit dem kombinierten Ansatz aus leistungsfähiger Ladeinfrastruktur, erneuerbarer Eigenproduktion und paralleler Nutzung verschiedener Antriebstechnologien positioniert sich Lidl Schweiz als eines der ersten Schweizer Detailhandelsunternehmen, das die Transformation seiner Transportlogistik konsequent und mit messbaren Etappenzielen vorantreibt.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie von Lidl Schweiz sind hier abrufbar.

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