Bergtour mit dem Setra S 516 HDH, dem Coach of the Year 2026

REISEBUS Um den Coach of the Year 2026 – den Setra TopClass S 516 HDH – auf eine topografisch anspruchsvollere Probe zu stellen, führten wir ihn bei schönstem Herbstwetter von Landquart über den Flüela- und Julierpass.

Der auf gut 24 Tonnen ausgelastete Setra S 516 HDH liess sich von den Höhenmetern des Flüelapasses wenig beeindrucken.
Der auf gut 24 Tonnen ausgelastete Setra S 516 HDH liess sich von den Höhenmetern des Flüelapasses wenig beeindrucken.

Der Setra S 516 HDH, lackiert in elegantem Arktisgrün-Metallic, rollte nahezu lautlos auf den Platz. Doch nicht nur die äussere Erscheinung, auch das Interieur unterstrich die TopClass-Qualität und zeigte die Verarbeitungsstandards europäischer Produktion. Wasserbehälter an Bord simulierten die Passagiere, das Betriebsgewicht lag bei gut 24 Tonnen.–

Lenkrad und Sitz liessen sich mit wenigen Handgriffen optimal einstellen. Die übersichtlich und logisch angeordneten Funktionen der Armaturen erleichtern die Bedienung, auch für Fahrer, die nicht regelmässig einen Setra steuern. Persönliche Gegenstände finden griffbereit im Cockpit Platz.

Nach wenigen Minuten waren wir startklar und es ging los durch das Prättigau in Richtung Davos. Der 510 PS starke Setra meisterte die leichten Steigungen souverän, während sich die Fahrerin schnell an das Spiegelersatzsystem gewöhnte.

Die Ansicht aus der Vogelperspektive vermittelt beim Manövrieren eine gute Gesamtorientierung.
Die Ansicht aus der Vogelperspektive vermittelt beim Manövrieren eine gute Gesamtorientierung.

Nach 44 Kilometern Strasse und über 1000 Höhenmetern erreichte der Bus Davos. Von dort aus ging es 13 Kilometer und 820 Höhenmeter weiter hinauf zum Flüela Hospiz auf 2384 Meter über Meer. Die 510 PS wurden nun gefordert. Das vollautomatisierte Getriebe GO 250-8 PowerShift wechselte die Gänge geschmeidig. Am Retarderhebel konnte manuell geschaltet oder der Dynamic-Modus für steile Bergfahrten gewählt werden, damit beim Gangwechsel die Drehzahl höher blieb.

Schon bei den Tests in Italien war die Trägheit des Schaltvorgangs beim Anfahren nach einer Rollphase oder nach Stillstand aufgefallen; dies machte sich bei der steilen Passfahrt noch stärker bemerkbar und liess die Fahrerin etwas ungeduldig werden. Dennoch überwogen die positiven Fahreigenschaften, die Retarderleistung war beachtlich, und so rückten die Schaltvorgänge spätestens bei der Talfahrt wieder in ein besseres Licht. Im Vergleich zu Wettbewerbern fiel auf, dass die Bremswirkung des Retarder beim Setra etwas verzögert einsetzte, was jedoch durch vorausschauende Fahrweise kompensiert werden kann. Die nahezu perfekte Rundumsicht, insbesondere dank der 360-Grad-Kamera aus der Vogelperspektive, war eine grosse Hilfe beim Manövrieren.

Die Bestuhlung verfügt über praktische Details wie USB-/USB-C-Anschlüsse sowie diverse Sitzeinstellmöglichkeiten.
Die Bestuhlung verfügt über praktische Details wie USB-/USB-C-Anschlüsse sowie diverse Sitzeinstellmöglichkeiten.

Eine kurze Herausforderung stellte eine Unterführung zum Bahnhof in Bever dar. Erst im Dorf wies ein Schild auf die Höhenbegrenzung von 3,9 Metern hin. In diesem Falle verliess sich die Testmannschaft nicht auf technische Sicherheitssysteme, sondern auf das gute Auge von Bernd Gutmann und die Luftfederung, die zur Sicherheit abgesenkt wurde, um dann mit doch genügend Reserve unter der Brücke durchzufahren. Die Fahrt durch das Engadin, über den Julierpass (2284 m ü. M.) und hinunter nach Tiefencastel und Thusis war ein Genuss. Über die Autobahn ging es zurück nach Landquart.

Pässefahrt-Fazit

Der Setra TopClass S 516 HDH hat den Titel Coach of the Year definitiv verdient. Die Kombination aus Luxus, Eleganz, Sicherheit und Fahrkomfort macht diesen Reisebus nahezu perfekt. Einzig die Schaltvorgänge in den unteren Gängen fielen etwas weniger positiv auf. Trotzdem bot der Bus pure Fahrfreude, und die Testfahrerin wäre nach ihrer Ankunft in Landquart gerne noch weitergefahren.

Zum Testfahrzeug

Die exklusiven HDH-Modelle der TopClass versprechen höchsten Langstreckenkomfort, individuellen Luxus und technische Exzellenz, was jede Fahrt zu einem grossartigen Reiseerlebnis macht. Das ansprechende Design und die neuesten Assistenzsysteme positionieren die Setra TopClass als Flaggschiff eines jeden Fuhrparks. Setra hat mit dem Active Brake Assist 6 (ABA 6), dem Frontguard Assist und dem nun auf Tür- und Fahrerseite wirkenden Abbiegeassistenten Sideguard Assist 2 sowie der MirrorCam anstelle von Aussenspiegeln das Sicherheitsniveau nochmals erhöht. Unser Testbus Setra TopClass S 516 HDH glänzte als dreiachsiger Superhochdecker mit einem grossen Fahrgastraum, hoher Zuladung und exklusiven Ausstattungsoptionen.

Der Gepäckraum verfügt über ein Volumen von etwa 11,4 m³.
Der Gepäckraum verfügt über ein Volumen von etwa 11,4 m³.

Blitzendes Chrom, eine schwarze Frontplatte, die Lackierung in Arktisgrün-Metallic einschliesslich der Anbauteile und sanft schimmernde Aluminiumräder – der Testbus war bereits äusserlich ein Statement. Besonders fortschrittlich waren aber seine inneren Werte rund um das Thema Sicherheit. Mit den genannten Assistenzsystemen definiert der Setra HDH das Sicherheitsniveau in der absoluten Spitzenklasse der Reisebusse.

Wohlfühlatmosphäre für die Gäste

Der geräumige Fahrgastraum war ebenso luxuriös wie durchdacht ausgestattet. Ein hinterleuchteter Markenschriftzug in der Einstiegsleiste an Tür 1 hiess die Passagiere willkommen. Ein Bodenbelag im Holzdekor Harmonia Rosewood, 48 Sitze Setra Voyage Ambassador mit Sitz- und Lehnflächen im Stoff Gecko Amarena, einstellbaren Kopfstützen in grauem Composition-Bezug, Seitenwangen und Rückenlehnen in Eisengrau sowie hellbraune Vorhänge – das alles wirkte edel und dynamisch zugleich, besonders in Verbindung mit dem markentypischen Glasdach TopSky Panorama. Das Multimediasystem Coach Infotainment Series, grosse Monitore in HD-Qualität sowie USB- und 230-Volt-Steckdosen sicherten die Information und Unterhaltung an Bord.

Der Fahrerplatz lässt sich so einrichten und bedienen, dass sich der Lenkende wohlfühlt.
Der Fahrerplatz lässt sich so einrichten und bedienen, dass sich der Lenkende wohlfühlt.

Erfreut jeden Fahrer (und jede Fahrerin)

Das Cockpit Comfort Plus, ergonomisch vorbildlich gestaltet und umfangreich ausgestattet, erfreut wohl jeden Fahrer. Dies gilt nicht nur für die Instrumentierung, die Bedienelemente und die Ablagen, sondern auch für die Ausstattung mit den neuesten Assistenzsystemen. Diese heben das Fahren im Reisebus auf ein sehr hohes Niveau.

Der Antriebsstrang harmoniert mit dem souveränen Auftritt der TopClass. Der kraftvolle und doch effiziente Motor OM 471 mit 375 kW (510 PS), das vollautomatisierte Getriebe GO 250-8 PowerShift und die Antriebsachse RO 440 sind optimal aufeinander abgestimmt.

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