600.000stes Nutzfahrzeug von Farizon ist ein Homtruck für Europa

MEILENSTEIN Farizon hat im Werk Ma’anshan das 600.000ste Nutzfahrzeug produziert – einen Homtruck, der als vollelektrische Sattelzugmaschine mit 600-kWh-Batterie und rund 500 km Reichweite für den europäischen Markt ausgelegt ist.

Dieser Homtruck ist das 600.000ste von Farizon gebaute Nutzfahrzeug. Quelle: zvg

Farizon hat einen bedeutenden Produktionsmeilenstein erreicht: Im Werk Ma’anshan lief kürzlich ein Homtruck vom Band – und markiert damit das 600.000ste produzierte Nutzfahrzeug des Unternehmens. Die vollelektrische Sattelzugmaschine ist laut Hersteller gezielt auf die regulatorischen Anforderungen der EU sowie auf den Einsatz in europäischen Flotten abgestimmt. Damit unterstreicht Farizon seinen Anspruch, den Homtruck in Europa als ernstzunehmende Alternative im schweren Strassengüterverkehr zu positionieren.

Der Meilenstein verdeutlicht die industrielle Grössenordnung, die hinter der in Deutschland noch jungen Nutzfahrzeugmarke steht. Farizon ist im April 2026 offiziell in den deutschen Markt gestartet und bietet dort zunächst die vollelektrischen Transporter Farizon SV und V7E an. Auch in der Schweiz startet Farizon am 16. September 2026. Vertriebspartner ist Emil Frey. Ob das Angebot künftig auch in der Schweiz mit dem Homtruck auf das Segment der schweren Sattelzugmaschinen ausgeweitet wird, ist seitens Emil Frey aufgrund der Marktausrichtung eher unwahrscheinlich. Dazu müsste wohl ein Lkw-Profi aktiv werden.

Technische Auslegung für den Fernverkehr

Der Homtruck wurde explizit für den Fernverkehr entwickelt. Das Fahrzeug verfügt über eine Batterie mit einer Kapazität von 600 kWh sowie zwei Schnellladeanschlüsse, die eine rasche Wiederaufladung während der gesetzlich vorgeschriebenen Lenkpausen ermöglichen sollen. Die Reichweite gibt Farizon mit rund 500 Kilometern an – ein Wert, der für viele typische Fernverkehrsrelationen in Mitteleuropa relevant ist.

Die technischen Eckdaten deuten auf einen Ansatz hin, der nicht auf innerstädtische Kurzstrecken, sondern auf realen Einsatz im interregionalen und internationalen Transport ausgerichtet ist. Ob und in welchem Umfang der Homtruck die spezifischen Anforderungen europäischer Flottenoperatoren – etwa hinsichtlich Ladeinfrastruktur, Serviceabdeckung und Zulassungsverfahren – in der Praxis erfüllt, wird die weitere Markteinführung zeigen.

Farizon Homtruck: Einstieg in das Schwerlastsegment

Mit der angekündigten Einführung des Homtruck in Europa würde Farizon sein Portfolio perspektivisch deutlich ausweiten. Bislang ist die Marke hierzulande mit leichten Nutzfahrzeugen präsent. Der Schritt in den schweren Strassengüterverkehr bedeutet eine andere Grössenordnung – sowohl technisch als auch in Bezug auf Zulassung, Aftersales und Flottenintegration.

Farizon gehört zur Geely Group und fokussiert sich konzernweit auf Nutzfahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben inzwischen in mehr als 60 Märkten weltweit aktiv und baut seine internationale Präsenz schrittweise aus. Die Nutzfahrzeugmarke wurde 2016 gegründet und deckt ein breites Spektrum ab: von Transportern über leichte und schwere Lkw bis hin zu Bussen.

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