Fliegl Coil-Sattelauflieger bringt mehr Nutzlast

NUTZLASTGEWINN Klaus Baum Transporte aus Eupen ersetzt 20 ältere Auflieger durch 25 ultraleichte Fliegl Coil-Sattelauflieger. Das niedrige Leergewicht steigert die Nutzlast und senkt den Treibstoffverbrauch bei Leerfahrten deutlich.

Klaus Baum bestellt 25 Fliegl-Sattelauflieger. Quelle: zvg

Das belgische Transport- und Logistikunternehmen Klaus Baum aus Eupen hat 20 ältere Auflieger ausrangiert und 25 neue Fliegl Coil-Sattelauflieger vom Typ SDS 390 RoadRunner Coil Ultra Light bestellt. Damit setzt das Unternehmen konsequent auf Leichtbau, um Nutzlast und Effizienz im eigenen Fuhrpark zu steigern.

55 Sattelzüge und 14 Fliegl-Trailer im Einsatz

Zum Fuhrpark von Klaus Baum Transporte gehören mittlerweile 55 Sattelzüge und 10 Jumbo-Hängerzüge. Seit rund drei Jahren sind bereits 14 Trailer von Fliegl im Einsatz, darunter Dreiachs-Sattelauflieger vom Typ SDS 390 RoadRunner Ultralight Coil. «Vor allem das wirklich niedrige Leergewicht hat uns überzeugt, zum einen natürlich wegen der Nutzlast, zum anderen muss man bei Leerfahrten deutlich weniger Gewicht bewegen», erklärt Geschäftsführer Andy Baum. Auch die Nähe zum langjährigen belgischen Fliegl-Händler Sylvain Bonni von B-Trailers in Herstal und dessen enge Zusammenarbeit mit dem Fliegl-Werk in Triptis sprachen für die Zusammenarbeit.

Das geringe Leergewicht ab 5460 Kilogramm wird unter anderem durch einen Rahmen aus Spezialstahl in Ultraleichtbauweise erreicht. Die Rahmenlöcher werden zunächst ausgelasert und anschliessend tiefgezogen, was bei niedrigem Gewicht gleichzeitig für hohe Stabilität sorgt. Andy Baum hatte im Lauf der Jahre bereits Auflieger mehrerer Mitbewerber im Einsatz, darunter auch Leichtbau-Trailer aus Österreich, von deren Qualität er nicht immer überzeugt war. «Dann haben wir die Auflieger von Fliegl getestet und die haben einen guten Eindruck hinterlassen. Daher haben wir gleich 25 Stück bestellt und sortieren 20 Auflieger eines anderen Herstellers aus», berichtet der Geschäftsführer.

Vielseitig einsetzbar für unterschiedliche Güter

Klaus Baum Transporte transportiert ein breites Güterspektrum und benötigt daher flexibel einsetzbare Fahrzeuge. Regelmässig werden Stahl-Coils befördert, wofür gezielt Auflieger mit Coilmulden eingesetzt werden. Gleichzeitig transportiert das Unternehmen zahlreiche weitere Industriegüter, darunter Blechpakete, Blumenerde, Rindenmulch und chemische Produkte. Entsprechend wichtig ist die vielseitige Einsetzbarkeit der Fahrzeuge für unterschiedlichste Transportanforderungen.

Die 8040 Millimeter lange Coilmulde bietet acht Coilstützen und diverse Zurrösen im Bereich der Mulde. Der 30 Millimeter starke Boden aus Siebdruckplatten aus finnischer Birke ist für eine Staplerachslast bis 5600 Kilogramm ausgelegt. Für eine schnelle Beladung per Kran sorgt Fliegls Blitz-Verdeck: Das Dach öffnet sich rasch, die Ladefläche wird zugänglich, und das Verdeck lässt sich besonders leichtgängig und um 390 Millimeter weiter nach vorn öffnen als bei Aufliegern anderer Hersteller. Zudem kommt es vollständig ohne Kunststoffteile aus, stattdessen setzt Fliegl auf robusten Federstahl. Dank des stabilen Roof non-elastic, bei dem sich der Dachholm aus einer hochwertigen Aluminium-Legierung nicht durchbiegt, gelingt auch die seitliche Beladung selbst mit hohen Gütern ohne Anecken.

Am Heck kommt der patentierte Türverschluss I-Lock zum Einsatz, bei dem die Haken des Verschlusses direkt in eine lasergeschnittene Öffnung im Rahmen greifen. Dadurch entfällt das sonst übliche Gegenstück, und Beschädigungen sind praktisch ausgeschlossen. Ein weiterer Pluspunkt sind die zehn Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung des Rahmens, die Fliegl bietet. Zudem sind die Eckrungen feuerverzinkt und besonders langlebig, ebenso die Luftfederarme der Liftachse, die an der tiefsten Stelle sitzen und dauerhaft Schmutz und Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Rund 120’000 Kilometer pro Jahr werden die neuen Trailer bei Klaus Baum Transporte im Schnitt zurücklegen, hauptsächlich in den Benelux-Ländern und in Deutschland.

Nachhaltige Produktion am Standort Triptis

Bereits bei der Herstellung von Anhängern und Aufliegern für Bau, Spedition und Logistik achtet Fliegl auf Nachhaltigkeit. An einem zentralen Standort wird konstruiert, produziert und montiert, sodass CO₂‑verursachende Zwischenwerksverkehre über weite Distanzen entfallen. Für sein Trailerwerk in Thüringen weist Fliegl eine positive Energiebilanz aus – die Stromproduktion liegt über dem eigenen Verbrauch. Das Unternehmen betreibt zwei Blockheizkraftwerke und grossflächige Photovoltaikanlagen. Geheizt wird mit Hackschnitzeln und Abfallholz.

Die Lackierung der Fahrzeuge erfolgt in einer ressourcenschonenden Anlage, energieintensive Einbrennvorgänge sind nicht nötig. Zur weiteren Senkung des Energieverbrauchs hat Fliegl in Puls-Schweissmaschinen und Fiber-Laseranlagen investiert und die Hallenbeleuchtung komplett auf LED umgestellt. Das neue Hochregallager speist aufgewandte Energie wieder in den Kreislauf ein. Beim Einkauf von Fahrzeugkomponenten achtet Fliegl zudem auf die Abnahme von Full Truck Loads, sodass Anlieferungen stets unter optimaler Auslastung erfolgen.

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