cellcentric BZA375 soll Brennstoffzellenstandard für Lkw werden

WASSERSTOFFMOBILITÄT Der Spezialist cellcentric bringt mit dem cellcentric BZA375 sein Brennstoffzellensystem der nächsten Generation offiziell auf den Markt. Das für den Schwerlastverkehr optimierte System ist ab sofort für Tests und industrielle Validierungen verfügbar.

Auf einer speziellen cellcentric-Veranstaltung im Rahmen der Hannover Messe gab es auch eine Präsentation zu Skaleneffekten in der Brennstoffzellen-Produktion.

Vorgestellt im Rahmen der Hannover Messe 2026, markiert das cellcentric BZA375 (zuvor als «NextGen» bekannt) einen Wendepunkt für emissionsfreie Schwerlastanwendungen. Als Tier-1-Zulieferer adressiert das Joint Venture von Daimler Truck und der Volvo Group damit die zentrale Herausforderung der Dekarbonisierung: eine Antriebstechnologie zu schaffen, die in puncto Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit mit modernen Dieselmotoren konkurrieren kann. Das System leistet konstant 375 kW (über 500 PS) und wurde gezielt auf die Optimierung der Gesamtbetriebskosten (TCO) im Fernverkehr getrimmt.

Die cellcentric BZA375 Brennstoffzelle für schwere Nutzfahrzeuge, zuvor bekannt unter dem Projektnamen «NextGen».

Effizienzsprung durch cellcentric BZA375

Im Vergleich zum Vorgängermodell BZA150 bietet das cellcentric BZA375 beeindruckende Fortschritte. Der Treibstoffverbrauch sinkt um 20 Prozent, wodurch ein voll beladener 40-Tonnen-Lkw mit weniger als 6 Kilogramm Wasserstoff pro 100 Kilometer auskommt. Zudem konnte die Abwärme um 40 Prozent reduziert werden, was kompaktere und kostengünstigere Kühlsysteme ermöglicht. Mit einer um 40 Prozent höheren Leistungsdichte passt das System exakt in Bauräume, die ursprünglich für konventionelle 13-Liter-Dieselmotoren entwickelt wurden. Dank eines Gewichts von weniger als 500 Kilogramm bleibt die gewohnte Nutzlast der Fahrzeuge nahezu vollständig erhalten.

Serienreife und vielfältige Einsatzgebiete

Ein entscheidender Vorteil des cellcentric BZA375 ist der Wechsel vom bisherigen «Twin-System» hin zu einem leistungsstarken Single-System-Package. Dies reduziert die Komplexität und erleichtert Fahrzeugherstellern (OEMs) die Integration in bestehende Fahrzeugarchitekturen massgeblich. Die Lebensdauer ist auf 25’000 Stunden ausgelegt, was im schweren Güterverkehr einer Einsatzdauer von rund zehn Jahren entspricht. Nicholas Loughlan, CTO von cellcentric, betont die Offenheit für Partnerschaften mit allen Herstellern, die ihr Portfolio dekarbonisieren wollen.

Die nächste Generation des hocheffizienten Brennstoffzellensystems von cellcentric ist nun verfügbar für Tests, Validierungen und die weitere industrielle Skalierung in einem breiten Spektrum von Schwerlastanwendungen.

Obwohl der Fokus auf schweren Fernverkehrs-Lkw liegt, eignet sich das cellcentric BZA375 auch für Reisebusse, den Schienenverkehr oder die stationäre Energieerzeugung. Die Prototypenfertigung ist bereits angelaufen; erste Einheiten stehen Kunden für Validierungen in realen Flottenanwendungen zur Verfügung. Die Vorbereitungen für die Serienproduktion gegen Ende des Jahrzehnts laufen auf Hochtouren, um die Skaleneffekte der Ein-Produkt-Strategie voll auszuschöpfen.

Bieri macht seine Planen mit RFID digital

SMARTE BLACHEN Mit integrierten RFID-Chips macht der Schweizer Planenhersteller seine Produkte smart, rückverfolgbar und bereit für den digitalen Produktpass von morgen. Dazu werden die bisherigen Etiketten mit dualen RFID-Chips ersetzt.

Über ein NFC-fähiges Smartphone lassen sich über den aufgeschweissten RFID-Chip Informationen zur Plane abrufen.

Bei Bieri ist Innovation kein Schlagwort, sondern Teil des Alltags. Nun geht der Zulieferer den nächsten Schritt: Künftig werden die Produkte standardmässig mit elektronischen Chips ausgestattet – so werden die Planen für die digitale Zukunft vorbereitet. Die sogenannten dualen RFID-Chips (UHF und NFC) werden in ein robustes Satinband integriert und direkt auf die Bieri-Plane aufgeschweisst. Sie ersetzen die bisherigen Etiketten und eröffnen neue Möglichkeiten in Transparenz, Effizienz und Service.

Das Video zeigt, wie der neue RFID-Chip auf den Planen aussieht und welche Informationen direkt über ein NFC-fähiges Smartphone abgerufen werden können – einfach, schnell und praktisch. Mit dem Einsatz von RFID schafft Bieri eine klare und eindeutige Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Produkts – von der Fertigung bis zur Auslieferung.

Mehr Service – direkt verknüpft

Über die mobile Ansicht sind die Produkte direkt mit den Services von Bieri verknüpft. Die Kunden gelangen schnell zu Informationen rund um Reparaturen, Reinigung oder zu den Kontaktdaten des Serviceteams. Das bedeutet weniger Aufwand, schnellere Abläufe und einen direkten Zugang zur Unterstützung des Herstellers.

Neben der Smartphone-Nutzung setzt Bieri zusätzlich auf UHF-Technologie. Das ermöglicht eine schnelle und gleichzeitige Identifikation mehrerer Produkte – zum Beispiel bei der Erfassung ganzer Gebinde. Gerade im täglichen Einsatz steigert das die Effizienz spürbar und vereinfacht logistische Prozesse.

Bieri dank RFID-Technologie bereit für den digitalen Produktpass

Die EU wird ab 2027 schrittweise den digitalen Produktpass für verschiedene Produkt- und Materialkategorien einführen. Die Bieri-Produkte sind bereits heute «RFID ready» – und damit optimal auf diese Anforderungen der nahen Zukunft vorbereitet.

«Bei der Umsetzung setzen wir konsequent auf Qualität und Verlässlichkeit: Die eingesetzte Chip-Hardware stammt aus der Schweiz. So stellen wir sicher, dass unsere digitale Lösung nicht nur heute funktioniert, sondern auch langfristig höchsten Ansprüchen an Robustheit, Datenschutz und Zukunftssicherheit gerecht wird», schreibt Bieri in der entsprechenden Mitteilung.

Bieri startet mit der Einführung im Nutzfahrzeugsegment und führt die RFID-Technologie schrittweise über die verschiedenen Produktgruppen hinweg ein.

Erste neue stationäre LSVA-Erfassungsanlagen fertiggestellt

UMSETZUNG LSVA lll Per 1. Januar 2026 wurde das neue System zur Erhebung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe eingeführt. Seit April 2026 gehen bei Baar, Oppligen, Lyssach, Trubschachen, Luzern, Bülach, Hausen, Duggingen und Dagmersellen erste neue Erfassungsanlagen in Betrieb.

Eine der 23 neuen stationären Anlagen steht in Lyssach.

Bis Ende 2025 wurde die im Rahmen der LSVA abgabepflichtige Fahrleistung mit einem in den Fahrzeugen fix installierten Gerät erfasst, welches die gefahrenen Kilometer zählte. Dieses Erhebungssystem (LSVA II) hat Ende 2025 sein technisches Lebensende erreicht und ist ausser Betrieb genommen worden. Mit der Einführung des neuen Erhebungssystems LSVA III per 1. Januar 2026 ist gleichzeitig auch eine Anpassung an internationale Erhebungsstandards erfolgt, was den grenzüberschreitenden Verkehr vereinfacht und beschleunigt. Mit LSVA III wird die Fahrleistung nicht mehr direkt in Kilometern erfasst, sondern die Wegstrecke anhand von GNSS-Wegpunkten (Global Navigation Satellite System) aufgezeichnet. Diese Daten werden anschliessend durch zugelassene private Dienstleistungsanbieter automatisch dem für die Erhebung der LSVA zuständigen Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) übermittelt, welches daraus die abgabepflichtige Distanz berechnet.

Um die übermittelten Fahrdaten abgleichen und plausibilisieren zu können, wird das BAZG den Schwerverkehr vermehrt mit stationären und mobilen Anlagen erfassen. Dies entspricht auch einer Forderung des Transportgewerbes im Rahmen der Vernehmlassung zur Änderung des Schwerverkehrsabgabegesetzes. Dank der Kontrollen kann das BAZG Missbrauch erkennen und sanktionieren. Bei den Erfassungsanlagen werden lediglich Durchfahrten registriert, an Ort und Stelle finden keine Anhaltungen oder Kontrollen statt.

Um die übermittelten Fahrdaten abgleichen und plausibilisieren zu können, wird das BAZG den Schwerverkehr vermehrt mit stationären und mobilen Anlagen erfassen.

LSVA-Erfassungsanlagen werden modernisiert und erweitert

Bis zum Systemwechsel Anfang 2026 unterhielt das BAZG 89 stationäre Erfassungsanlagen an den Grenzübergängen, 16 stationäre Anlagen auf dem Autobahnnetz sowie drei mobile Anlagen. Diese wurden bereits umgerüstet und werden weiterhin betrieben.

Mit LSVA lll neu hinzu gekommen sind 28 Fahrzeuge mit mobilen LSVA-Erfassungsanlagen. Die weissblauen Fahrzeuge der vom Bund beauftragten Firma VüCH mit der Aufschrift «LSVA» werden bereits seit Anfang März 2025 in der ganzen Schweiz eingesetzt. Schliesslich sind auch 23 neue stationäre Anlagen auf dem Autobahnnetz geplant sowie 45 neue stationäre Anlagen auf dem sekundären Strassennetz. Ab April 2026 werden nun die ersten neuen stationären Erfassungsanlagen bei Baar, Oppligen, Lyssach, Trubschachen, Luzern, Bülach, Hausen, Duggingen und Dagmersellen fertiggestellt und in Betrieb genommen. Die weiteren Anlagen werden sukzessive realisiert.

Mit LSVA lll neu hinzu gekommen sind 28 Fahrzeuge mit mobilen Erfassungsanlagen. Sie sind bereits seit Anfang März 2025 im Einsatz.

Finanzieller Rahmen und rechtliche Grundlagen

Die neuen stationären und mobilen LSVA-Erfassungsanlagen sind Teil der Systemerneuerung LSVA III und werden durch den auf über zehn Jahre veranschlagten Verpflichtungskredit von insgesamt 515 Millionen Franken finanziert. Den jährlichen Investitions- und Betriebskosten von etwas über 50 Millionen Franken stehen jährliche Gesamteinnahmen von rund 1,6 Milliarden Franken gegenüber.

Die Änderungen des Schwerverkehrsabgabegesetzes (SVAG) wurden vom Parlament am 17. März 2023 verabschiedet, das revidierte SVAG und die totalrevidierte Schwerverkehrsabgabeverordnung (SVAV) wurden vom Bundesrat per 1. Mai 2024 in Kraft gesetzt. Damit wurde die Grundlage für die technische Erneuerung des LSVA-Erhebungssystems und die gleichzeitige Harmonisierung mit ausländischen Mautsystemen geschaffen.

Von Paris nach Berlin auf der Milence Electric Tour

ELEKTROMOBILITÄT MAN demonstriert auf der Milence Electric Tour zwischen Paris und Berlin die technologische Reife des elektrischen Güterverkehrs. Mit einer eTGS-Ultra-Sattelzugmaschine zeigt der Hersteller, dass Langstrecken-Transporte mit dem eLkw heute wirtschaftlich realisierbar sind.

Der MAN eTGS Ultra ist Teil der Tour – als einziger serienmässiger Lowliner-Elektro-Lkw auf dem Markt.

Vom 15. bis zum 23. April rollt die Milence Electric Tour unter dem Motto «Power to Go Further» über rund 1000 Kilometer durch vier Länder. Ziel des von der Traton Group, Daimler Truck und Volvo Group gegründeten Joint-Ventures Milence ist es, die Funktionsfähigkeit der elektrischen Langstreckenlogistik im Realbetrieb zu belegen. Als Teilnehmer setzt MAN auf den eTGS Ultra – den derzeit einzigen serienmässigen Lowliner-Elektro-Lkw auf dem Markt. Mit einer Batteriekapazität von 534 kWh erzielt das Fahrzeug im Fernverkehr eine Reichweite von bis zu 570 Kilometern ohne Zwischenstopp. Die Route der Milence Electric Tour führt über öffentliche Ladeparks in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland.

Infrastruktur als Schlüssel der Milence Electric Tour

Für Friedrich Baumann, Vorstand Sales & Customer Solutions bei MAN Truck & Bus, ist die Teilnahme an der Milence Electric Tour ein wichtiges Signal: «Die Fahrzeuge und Services sind bereit. Nun bedarf es eines verstärkten Ausbaus der öffentlichen Ladeinfrastruktur in ganz Europa.» Neben der Hardware demonstriert MAN auf der Fahrt auch das digitale Ökosystem. Der Fahrer nutzt für die Ladestopps die Karte «MAN Charge&Go», die den Zugang zu einem europaweiten, Lkw-geprüften Netz ermöglicht. Um maximale Flexibilität an den Ladesäulen zu gewährleisten, sind die eTrucks von MAN beidseitig mit Ladebuchsen ausgestattet.

360-Grad-Ansatz für die Antriebswende

Der Erfolg der Elektromobilität auf der Milence Electric Tour basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz. MAN begleitet seine Kunden beim Umstieg von Diesel- auf Elektroantrieb mit spezialisierter Transportberatung, Routenoptimierung und massgeschneiderten Finanzierungsmodellen. Digitale Tools schaffen zudem Transparenz über den Energieverbrauch und den Fahrzeugzustand in Echtzeit. Mit einem Portfolio, das Anwendungen von 12 bis 50 Tonnen abdeckt, bietet der Hersteller für fast jeden Einsatz die passende elektrische Lösung. Die Fortschritte und Etappen der Milence Electric Tour können Interessierte ab dem 15. April über ein digitales Tour-Tagebuch auf den Social-Media-Kanälen von MAN verfolgen:

LinkedIn: MAN Truck & Bus @ LinkedIn

Facebook: MAN Truck & Bus @ Facebook

Instagram: MAN Truck & Bus @ Instagram

YouTube: MAN Truck & Bus @ YouTube Shorts

Neue Volvo Elektro-Lkw mit bis zu 700 Kilometern Reichweite

FERNVERKEHR Volvo Trucks treibt die Transformation im schweren Güterverkehr massiv voran. Mit der Einführung neuer Elektro-Lkws, die Reichweiten von bis zu 700 Kilometern ermöglichen, setzt der schwedische Hersteller neue Massstäbe für den emissionsfreien Fernverkehr.

Der Volvo FH Aero Electric mit erweiterter Reichweite bietet sich für den Fernverkehr und Überlandtransport an.

Volvo Trucks festigt seine weltweite Führungsposition im Segment der Elektromobilität und präsentiert wegweisende neue Volvo Elektro-Lkw. Im Zentrum steht der FH Aero Electric mit erweiterter Reichweite. Dank einer neu entwickelten E-Achse, die Platz für zusätzliche Batteriekapazität im Rahmen schafft, kann das Fahrzeug bis zu 700 km mit nur einer Ladung zurücklegen. Roger Alm, Präsident von Volvo Trucks, betont: «Mit diesem Portfolio erfüllen wir die geschäftlichen Anforderungen unserer Kunden umfassend. Es war noch nie so einfach, Diesel-Lkw durch elektrische Fahrzeuge zu ersetzen.»

Die nächste Generation des Volvo FH Electric ist für ein Gesamtzuggewicht bis zu 65 Tonnen gebaut.

Megawatt-Laden für neue Volvo Trucks Elektro-Lkw

Der neue FH Aero Electric ist für den zukunftsweisenden MCS-Standard (Megawatt Charging System) ausgelegt. Das Laden der acht Batterien von 20 auf 80 Prozent dauert lediglich etwa 50 Minuten. Damit lässt sich der Ladevorgang ideal innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten realisieren, was die Produktivität im Fernverkehr auf das Niveau konventioneller Antriebe hebt. Trotz der hohen Batteriekapazität bietet das Fahrzeug eine hohe Nutzlast und ist für ein Gesamtzuggewicht von bis zu 48 Tonnen konzipiert. Ein elektrischer Nebenabtrieb ermöglicht zudem den Betrieb von Kühlaggregaten ohne separaten Dieselgenerator.

Höhere Flexibilität bei FH, FM und FMX Electric

Parallel dazu präsentiert Volvo Trucks weitere neue Elektro-Lkw, nämlich die nächste Generation der schweren Baureihen FH, FM und FMX Electric. Diese verfügen über einen völlig neuen Antriebsstrang mit einem optimierten 8-Gang-Getriebe. Mit Reichweiten von bis zu 470 km und einem Gesamtzuggewicht von bis zu 65 Tonnen sind sie für den regionalen Verteilerverkehr, den Strassenbau und die urbane Logistik prädestiniert. Ein neuer, unabhängiger Getriebe-Nebenantrieb (PTO) erlaubt es, Aufbaugeräte wie Betonmischer oder Hakenlifte direkt und während der Fahrt zu betreiben.

Auch den Volvo FMX Electric ist mit mehreren Konfigurationsoptionen mit verschiedenen Nebenabtriebs-Lösungen erhältlich.

Effiziente Antriebstechnik und Komfort

Alle Modelle profitieren vom optimierten I-Shift-Getriebe, das in Kombination mit den Elektromotoren für eine kontrollierte Leistungsabgabe und reibungslose Gangwechsel sorgt. Die Geräuschemissionen und Vibrationen im Fahrerhaus wurden weiter gesenkt, was den Arbeitsalltag deutlich angenehmer macht. Diese für neue Volvo Elektro-Lkw typische Kombination aus Effizienz und Fahrkomfort ist ab Sommer 2026 bestellbar. Bis 2040 verfolgt das Unternehmen das Ziel, das gesamte Portfolio auf fossilfreie Antriebe wie Batterie, Brennstoffzelle oder erneuerbare Treibstoffe umzustellen.

Der neue Volvo FM Electric feiert in der Kommunalausführung auf der IFAT Munich 2026 seine Messepremiere.

Zingg Transporte AG profitiert von Scania Euro-7-Kampagne

ÜBERGANGSLÖSUNG Trotz politischen Herausforderungen und den damit fehlenden Investitionssicherheiten lässt sich die Zingg Transporte AG aus Hedingen nicht aus der Ruhe bringen. Die Scania Euro-7-Kampagne von Scania bietet eine Überganslösung an, bis solche Fahrzeuge auch verfügbar sein werden.

Gleich deren zehn neue 460R A 4×2 NB Sattelzugmaschinen beschaffte sich die Zingg Transporte AG mit der Scania Euro 7-Kampagne.

Die Euro-7-Norm (Verordnung 2024/1257) legt neue, strengere Emissionsgrenzwerte für Fahrzeuge fest, die in der EU und der Schweiz in Verkehr kommen. Sie betrifft sowohl Pw als auch Lastwagen und zielt darauf ab, Schadstoffe wie Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO) und Feinstaub (PM) weiter zu reduzieren. Erstmals werden zudem Grenzwerte für den Abrieb von Bremsen und Reifen eingeführt. Für Hersteller bedeutet dies nicht nur strengere Grenzwerte, sondern auch erweiterte Prüfverfahren unter realistischen Fahrbedingungen sowie eine garantierte Langlebigkeit der Abgasreinigung über höhere Kilometerleistungen. Fahrzeuge müssen künftig mit On-Board-Diagnosesystemen (OBD) zur kontinuierlichen Überwachung ausgestattet sein.

Glückliche Gesichter bei der Fahrzeugübernahme (von links): Gabriele Minzoni, Diego Cunego und Gianluca Bottinelli.

Investitionssicherheit durch die Scania Euro-7-Kampagne

Da das Thema Euro 7 die Branche seit geraumer Zeit beschäftigt, setzt man sich auch bei der Zingg Transporte AG intensiv damit auseinander. Die Herausforderung: Dreieinhalb Jahre vor dem Einführungstermin am 29. Mai 2029 sind viele regulatorische Details noch unklar. Laut Conny Baumann-Zingg fehlt derzeit die gewohnte Investitionssicherheit von gegenüber früher mindestens sieben Jahren. Dennoch können notwendige Ersatzbeschaffungen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Hier setzt die Scania Euro-7-Kampagne an, die zum idealen Zeitpunkt kommt: Sie ermöglicht einen regulären Fahrzeugersatz und bietet gleichzeitig die Option, diese Lkw bei Verfügbarkeit echter Euro-7-Modelle unkompliziert auszutauschen.

Der Scania 460R A 4×2 NB mit dem modernen Super-Antriebsstrang überzeugt im Fuhrpark der Zingg Transporte AG mit sehr tiefen Treibstoffverbräuchen.

Zehn neue Scania 460R A 4×2 NB für Zingg

Wer eine Flotte mit weit über 100 schweren Nutzfahrzeugen betreibt, muss jährlich einen Teil der Flotte erneuern, um einen Investitionsstau zu vermeiden. Aus diesen betriebswirtschaftlichen Überlegungen hat das Unternehmen zehn neue vollluftgefederte Scania 460R A 4×2 NB Sattelzugmaschinen in Betrieb genommen. Dank der Scania Euro-7-Kampagne lassen sich diese Fahrzeugwechsel turnusgemäss realisieren, ohne ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zulassungsbestimmungen einzugehen. Normalerweise verbleiben die Fahrzeuge im Fuhrpark der in Hedingen ansässigen Firma rund sechs bis sieben Jahre und legen dabei etwa 600’000 Kilometer zurück.

Kostentransparenz und Wartungsverträge

Alle Lastwagen der Zingg Transporte AG verfügen über Wartungs- und Reparaturverträge. Dies garantiert dem Unternehmen maximale Planungssicherheit bei den Betriebskosten. Würde man den Ersatz der Fahrzeuge hinauszögern, stiegen die Unterhaltskosten aufgrund der höheren Laufleistungen sofort an. Daher erweist sich die Scania Euro-7-Kampagne für Transportunternehmungen als Gewinn, um die Modernisierung der Flotte wirtschaftlich fortzuführen.

Die neuen Scania-Sattelzugmaschinen von Zingg sind bereit zur ersten Liefertour.

Seit 1968 steht die Zingg Transporte AG für hochwertige Lebensmittellogistik. Als führender Dienstleister für Frisch- und Tiefkühlprodukte sichert das Unternehmen Lieferketten in der Schweiz und im nahen Ausland. Neben den modernen Dieselmodellen setzt der Betrieb bereits vier Lastwagen mit nachhaltigen Antriebskonzepten ein. Eine weitere Elektrifizierung der Flotte hängt jedoch stark von verbindlichen regulatorischen Vorgaben des Bundesrates ab.

Neuer Renault Trucks T 460 für die Pelltec GmbH

FLOTTENPREMIERE Die Pelltec GmbH aus Eschenbach setzt erstmals auf die Marke mit dem Diamanten: Ein neuer Renault Trucks T 460 P6×2 verstärkt ab sofort die Flotte. Das massgeschneiderte Fahrzeug ist speziell für die anspruchsvolle Logistik im Einstreu- und Futtermittelhandel konzipiert.

Die Basis bildet ein 26-Tonnen-Chassis mit effizientem 11-Liter-Motor, der 460 PS leistet.

Mit der Inbetriebnahme ihres ersten Renault Trucks investiert die Pelltec GmbH gezielt in eine zukunftsorientierte Transportlösung. Das Unternehmen ist auf die Belieferung von Landwirtschaftsbetrieben und Reitställen spezialisiert – ein Einsatzgebiet, das oft durch sehr enge Platzverhältnisse und schwierige Zufahrten geprägt ist. Der durch Thomann Nutzfahrzeuge übergebene Lkw wurde exakt für diese Herausforderungen spezifiziert. Basis bildet ein 26-Tonnen-Chassis mit einem effizienten 11-Liter-Motor, der 460 PS leistet und über das bewährte Optidriver-Automatikgetriebe gesteuert wird. Für den Fahrkomfort auf längeren Touren ist das Fahrzeug zudem mit einer geräumigen Sleeper Cab ausgestattet, was den Arbeitsalltag für das Personal deutlich angenehmer gestaltet.

Mit diesem massgeschneiderten Fahrzeugkonzept ist die Pelltec GmbH bestens gerüstet.

Flexibilität durch variablen Aufbau bei der Pelltec GmbH

Ein technisches Highlight des Fahrzeugs ist der höhenverstellbare Aufbau von Birrer Fahrzeugbau. Diese Lösung bietet der Pelltec GmbH maximale Flexibilität im Arbeitsalltag: Dank der variablen Aufbauhöhe ist die Zufahrt zu niedrigen Stallungen problemlos möglich, während gleichzeitig der Transport von besonders hohen Einstreu-Paletten ermöglicht wird. Das Gesamtzuggewicht von 40 Tonnen stellt sicher, dass auch grosse Liefermengen wirtschaftlich transportiert werden können. Diese Variabilität ist entscheidend, da das Unternehmen seine Kundschaft oft unter sehr unterschiedlichen infrastrukturellen Bedingungen beliefern muss. Die Investition in dieses massgeschneiderte Konzept unterstreicht den Anspruch der Firma, als zuverlässiger und flexibler Partner im Einstreumarkt zu agieren.

Sicherheit und Effizienz im Wintereinsatz

Besonderes Augenmerk wurde auf die Betriebssicherheit unter schwierigen Witterungsbedingungen gelegt. Ein Highlight ist das AirPipe-System mit einem aufblasbaren Planendach, welches die Eisbildung im Winter effektiv verhindert. Dies spart dem Fahrpersonal wertvolle Zeit beim Fahrzeugstart und erhöht die Verkehrssicherheit massiv, da herabstürzende Eisplatten vermieden werden. Für Einsätze in abgelegenen Gebieten und bei Dunkelheit sorgen LED-Dachscheinwerfer sowie zusätzliche LED-Arbeits- und Rückfahrscheinwerfer für eine optimale Ausleuchtung. Mit diesem durchdachten Technikpaket ist die Pelltec GmbH bestens für den effizienten Alltag im Einstreu-Handel gerüstet. Der neue Renault Trucks T 460 stellt somit eine wichtige Säule für das weitere Wachstum des Unternehmens dar und sorgt für eine hohe Wirtschaftlichkeit auf jedem gefahrenen Kilometer.

 

Mercedes-Benz Trucks offizieller Kranzpartner ESAF Thun 2028

PARTNERSCHAFT Bei einem gemeinsamen Foto-Termin in Thun startet die Partnerschaft mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF) Thun 2028 und der Marke Mercedes-Benz Trucks als offizieller Kranzpartner.

Zum Auftakt der neuen Zusammenarbeit kommen in Thun Vertreter des Organisationskomitees des ESAF 2028 mit den Verantwortlichen von Daimler Truck Schweiz zusammen, um die Partnerschaft zu feiern.

Schwingen steht für Leistung, Verlässlichkeit und Bodenständigkeit – Werte, die auch für die Marke Mercedes-Benz Trucks stehen. Daimler Truck Schweiz engagiert sich schon seit mehreren Jahren im Schwingsport und baut nun hier sein Engagement aus. Matthias Glarner – Schwingerkönig 2016 und Präsident des ESAF Thun 2028 – ist bereits seit einigen Jahren Markenbotschafter von Mercedes-Benz Trucks.

Zum Auftakt der neuen Zusammenarbeit kamen in Thun Vertreter des Organisationskomitees mit den Verantwortlichen von Daimler Truck Schweiz zusammen, um die Partnerschaft zu feiern.

Matthias Glarner, OK-Präsident: «Das ESAF Thun 2028 entsteht nur mit starken Partnern. Mit Mercedes-Benz Trucks gewinnen wir ein Unternehmen, das sich früh einbringt und den Anlass auf dem Weg nach Thun aktiv mitprägen wird.»

In rund zwei Jahren starten in Thun die Wettkämpfe. Mit dabei ist Partner Mercedes-Benz Trucks.

Svenja Lyhs (Head of Marketing) ergänzt: «Die Partnerschaft spiegelt unsere gemeinsamen Werte wider. Genau diese Verbindung aus Tradition und Verlässlichkeit treibt uns an – auf der Strasse wie auch im Sägemehl. Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Organisationskomitee Teil dieses einzigartigen Anlasses zu sein».

Die Technik Museen Sinsheim Speyer feiern Jubiläen

AUSFLUGSTIPP Spektakuläre Flugzeuge auf Dächern, historische Lokomotiven, gigantische U-Boote oder Raumfahrttechnik zum Greifen nah. Im Jahr 2026 feiern die beiden Häuser gleich zwei Jubiläen: 45 Jahre Technik Museum Sinsheim und 35 Jahre Technik Museum Speyer.

Das Technik Museum Sinsheim ist die einzige Einrichtung weltweit, in der die beiden jemals im Liniendienst eingesetzten Überschall-Passagierflugzeuge nebeneinander besichtigt werden können.

Der Grundstein wurde am 6. Mai 1981 mit der Eröffnung des Technik Museum Sinsheim gelegt. Zehn Jahre später folgte der Standort Speyer. Beide Museen befinden sich südlich von Mannheim (D) und sind von Basel aus in weniger als drei Stunden erreichbar. Hinter dem Erfolg steht kein klassisches Ausstellungskonzept, sondern der gemeinnützige Verein «Auto + Technik Museum Sinsheim e. V.». Mit heute rund 7500 Mitgliedern weltweit finanzieren sich die Museen ausschliesslich durch Eintrittsgelder, Spenden und Beiträge. «Ohne die Community wären wir nur ein Museum. Mit ihr sind wir eine lebendige Bewegung», betont Museumspräsident Hermann Layher.

Die über 50 Jahre alte U17, ein 54 Meter langes, neun Meter hohes und sechs Meter breites U-Boot der Klasse 206 A, wurde durch den spektakulären Transport weltweit bekannt.

Logistische Meisterleistungen als Markenzeichen

Spektakuläre Grossprojekte prägen die Historie. Da beide Standorte weder über Gleis- noch Flughafenanschlüsse verfügen, wurden Ikonen wie die Überschalljets Concorde und Tupolev Tu-144, die Boeing 747 oder der Raumgleiter Buran über Flüsse und Feldwege an ihre Bestimmungsorte transportiert. Jüngstes Kapitel dieser Logistik-Saga ist das U-Boot U17: Seit der Eröffnung des neuen Exponats Ende Mai 2025 lockte die 500 Tonnen schwere Leihgabe bereits rund 250.000 Besucher an.

Technik von Unterwasser bis ins Weltall

Auf insgesamt 200.000 m² Fläche zeigen die Museen über 6000 Exponate. Das Spektrum reicht von Europas grösster Raumfahrtausstellung bis hin zu klassischen Automobilen. Ergänzt wird das Erlebnis durch zwei IMAX-Grossformat-Kinos: Während Sinsheim mit lasergestützter 3-D-Technik punktet, projiziert das IMAX DOME in Speyer Filme auf eine gigantische Kuppel. 2025 verzeichneten beide Häuser zusammen rund 1,3 Millionen Besucher.

Vom 21. Dezember 2024 bis zum 5. März 2024 widmete das Technik Museum Speyer in Kooperation mit Mercedes-Benz Trucks Classic den Nutzfahrzeugen von Mercedes-Benz Trucks eine Sonderausstellung.

Das Jubiläumsjahr 2026 in Sinsheim und Speyer

Im Jubiläumsjahr 2026 rückt das Museum die eigene Geschichte in den Fokus. Ein Highlight ist die fünfte Neuauflage des grossen Museumsbuchs: Auf 464 Seiten und mit 950 Abbildungen dokumentiert das zweisprachige Werk die bedeutendsten Meilensteine. Dank integrierter QR-Codes werden die analogen Inhalte mit digitalen Erlebnissen verknüpft. Das Werk sowie weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm sind online unter www.technik-museum.de verfügbar.

Technik Museum Speyer: Das Etagenkarussell inmitten der historischen Liller Halle.

Start der MAN eBus-Produktion im Werk Ankara

SERIENPRODUKTION Mit dem Start der MAN eBus-Produktion in der Türkei forciert MAN Truck & Bus die Transformation zum emissionsfreien Transport. Im Werk Ankara laufen nun die ersten vollelektrischen Stadtbusse vom Band – ein Meilenstein für das globale Produktions-Netzwerk.

Elektro-Löwen aus Ankara: MAN startete mit der eBus-Produktion im türkischen Buswerk.

Die Aufnahme der Serienfertigung des Lion’s City E in der türkischen Hauptstadt markiert einen entscheidenden Wendepunkt für den Nutzfahrzeughersteller. Nach dem erfolgreichen Hochlauf im polnischen Werk Starachowice reagiert MAN mit der Standorterweiterung auf die rasant steigende Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen im öffentlichen Personennahverkehr. Die neue MAN eBus-Produktion in Ankara ist dabei technologisch hochflexibel konzipiert: Sowohl vollelektrische Stadtbusse als auch konventionell angetriebene Fahrzeuge können auf derselben Montagelinie gefertigt werden. Diese Hybrid-Fertigung erlaubt es dem Unternehmen, rasch und effizient auf schwankende Marktanforderungen in ganz Europa zu reagieren.

Die ersten elektrischen Reisebusse aus Ankara sollen gegen Jahresende ausgeliefert werden.

Meilenstein für die MAN eBus-Produktion in der Türkei

In den vergangenen Jahren wurde die Infrastruktur am Standort Ankara umfassend modernisiert. Neben massiven Investitionen in neue Fertigungstechnologien wurde vor allem die Belegschaft gezielt auf die spezifischen Anforderungen der Hochvolt-Systeme vorbereitet. Dass die MAN eBus-Produktion bereits heute ein Erfolgsmodell ist, belegt die europaweite Bilanz eindrucksvoll: Rund 3300 elektrische Einheiten von MAN sind schon in zahlreichen Metropolen im täglichen Einsatz. Zusammen haben diese Fahrzeuge über 250 Millionen Kilometer zurückgelegt und dabei rund 150’000 Tonnen CO₂ eingespart. Künftig soll das Portfolio in der Türkei weiter wachsen und neben dem Stadtbus-Segment auch elektrische Überlandbusse sowie den neuen Lion’s Coach E für den Reiseverkehr umfassen.

MAN setzt konsequent auf Elektromobilität und nachhaltige Transportlösungen.

Globale Strategie für emissionsfreie Mobilität

Der Ausbau in Ankara ist ein zentraler Baustein der übergeordneten Zero-Emission-Strategie von MAN. Während im Werk München bereits die Serienfertigung der schweren Elektro-Lkw (MAN eTGS und eTGX) auf Hochtouren läuft, komplettiert das türkische Buswerk das industrielle eMobility-Netzwerk. Die Transformation betrifft dabei die gesamte Wertschöpfungskette – von der eigenen Batterieproduktion am Standort Nürnberg bis hin zur Entwicklung innovativer Ladeinfrastrukturen. Mit der Erweiterung der Kapazitäten festigt MAN seine Position als führender Anbieter von sauberen Transportlösungen und treibt den Aufbau einer globalen Hydrogen Society aktiv voran. Auch der leichte Elektro-Lkw MAN eTGL steht bereits in den Startlöchern und wird das vollelektrische Produktportfolio in Kürze ergänzen, womit MAN alle relevanten Einsatzszenarien im urbanen und regionalen Verkehr abdeckt.

Ankara ist nach Starachowice (Polen) und Olifantsfontein (Südafrika) als drittes Buswerk bereit für Elektromobilität.

Jeder vierte neue Lastwagen in der Schweiz fährt elektrisch

MARKTENTWICKLUNG Der Schweizer Nutzfahrzeugmarkt verzeichnet im ersten Quartal 2026 ein deutliches Wachstum von 6,7 Prozent. Besonders dynamisch zeigt sich die Entwicklung bei schweren Fahrzeugen: Bereits jeder vierte neu immatrikulierte Lastwagen fährt elektrisch.

Immer mehr Lastwagen fahren elektrisch: Im ersten Quartal 2026 erreichte der Elektro-Anteil bei schweren Nutzfahrzeugen in der Schweiz fast 27 Prozent. (Foto: Enotea / Julian Konrad)

Der Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge ist in den ersten drei Monaten des Jahres spürbar gewachsen. Von Januar bis März 2026 wurden insgesamt 9406 leichte und schwere Sachen- sowie Personentransportfahrzeuge in Verkehr gesetzt, was einem Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Laut den aktuellen Daten von auto-schweiz zeigt sich dabei ein klarer Trend: Immer mehr Lastwagen sind elektrisch unterwegs, insbesondere im schweren Segment über 3,5 Tonnen. In dieser Kategorie stiegen die Zulassungen um 15,6 Prozent, wobei der Anteil rein elektrisch angetriebener Fahrzeuge (BEV) auf beachtliche 26,8 Prozent kletterte. Damit ist bereits mehr als jedes vierte Neufahrzeug in diesem Bereich mit Strom statt mit fossilem Treibstoff unterwegs.

Warum schwere Lastwagen elektrisch boomen

Betrachtet man das Segment der schweren Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen separat, so liegt der Anteil derer, die als Lastwagen elektrisch betrieben werden, bei 25,1 Prozent. Das bisherige Fördersystem hat hier eine starke Marktnachfrage generiert. Im Gegensatz dazu verläuft der Hochlauf bei den leichten Nutzfahrzeugen und Lieferwagen bis 3,5 Tonnen langsamer. Hier liegt der BEV-Marktanteil bei 12,2 Prozent, ergänzt durch 3,1 Prozent Plug-in-Hybride. Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, betont: «Die Elektrifizierung gewinnt an Dynamik, doch der Erfolg hängt stark von einem stimulierenden regulatorischen Umfeld und langfristiger Investitionssicherheit ab.»

Herausforderungen für Lastwagen elektrisch bis 4,25 Tonnen

Sorgen bereitet dem Verband die Stagnation bei den sogenannten Bourgeois-Fahrzeugen. Diese schweren Nutzfahrzeuge bis 4,25 Tonnen machen lediglich fünf Prozent der Neuzulassungen in der Klasse von 3,5 bis 16 Tonnen aus. Benannt nach einer Motion von Alt-Nationalrat Jacques Bourgeois, ermöglichen diese Fahrzeuge den Ausgleich des Batterie-Mehrgewichts, damit auch diese Lastwagen elektrisch effizient betrieben werden können. Dennoch verhindern regulatorische Hürden derzeit einen echten Marktdurchbruch. Die Branche wartet dringend auf Erleichterungen für Fahrzeuge und Chauffeure. Insgesamt wurden inklusive der 52’982 Pw im ersten Quartal 62’388 neue Motorfahrzeuge in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein immatrikuliert.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss/#statistics zur Verfügung.

Zwei Renault Trucks E-Tech T4×2 für Wohlwend Transport AG

ABLIEFERUNG Die Wohlwend Transport AG setzt auf Elektromobilität im Schwerlastverkehr und erweitert ihren Fuhrpark um zwei vollelektrische Renault Trucks – ein klares Zeichen für nachhaltige Transportlösungen im regionalen Verteiler- wie auch im Fernverkehr.

Die Wohlwend Transport AG, die seit vielen Jahren mit der Garage J. Eberle AG zusammenarbeitet, setzt mit den vollelektrischen Renault Trucks E-Tech T4×2 ein klares Zeichen für nachhaltige Transportlösungen im regionalen Verteiler- wie auch im Fernverkehr.

Im Zentrum der Elektrifizierung der Wohlwend Transport AG im Fürstentum Liechtenstein steht eine Ladeinfrastruktur im Megawattbereich mit sechs Ladepunkten, kombiniert mit einem Energiemanagement, das Lastspitzen steuert und die verfügbare Leistung optimal verteilt. Entscheidend war dabei nicht nur die installierte Leistung, sondern ein ganzheitliches Energiekonzept.

Die neuen Renault Trucks E-Tech T4×2 sind mit drei Elektromotoren ausgestattet, die eine Gesamtleistung von 490 kW (666 PS) bereitstellen. Durch sein robustes Optidriver-Getriebe AT2412 mit Optivision+ eignet sich das Fahrzeug ideal für anspruchsvolle Einsätze bis 44 Tonnen Gesamtzuggewicht. Der auf Effizienz ausgelegte Antriebsstrang erlaubt überdurchschnittliche Reichweiten und tiefe Verbräuche in kWh/km.

Massgeschneiderte Ausstattung für Wohlwend Transport AG

Der E-Tech T4×2 für die Wohlwend Transport AG wurde spezifisch auf die Anforderungen des Unternehmens abgestimmt. Dazu gehören:

  • Komplettlackierung aller Kabinenteile und Radnaben in Kundenfarbe
  • Hebebühnenversorgung für den Auflieger
  • Schalter für Lenkachs-Sperre
Die Kombination aus Effizienz, Komfort und kundenindividueller Ausstattung macht das Fahrzeug zu einem zuverlässigen Baustein im modernen und nachhaltigen Fuhrpark des Unternehmens.

Langjährige Partnerschaft als Fundament

Mit der Integration der neuen E-Tech-Modelle setzt die Wohlwend Transport AG ihre langjährige Zusammenarbeit mit Renault Trucks und der Garage J. Eberle AG konsequent fort. Die Entscheidung für den neuen E-Tech T unterstreicht das Vertrauen in die Marke und die gemeinsame Vision einer nachhaltigen Logistik. «Die Wohlwend Transport AG ist ein Unternehmen, das Tradition und Fortschritt optimal verbindet. Wir freuen uns sehr, dieses wichtige Elektrifizierungsprojekt gemeinsam umzusetzen», erklärt Joachim Eberle, Verkaufsberater und langjähriger Partner des Unternehmens.

Vorsprung in der Transportbranche
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