«Tag der Schweizer Garagen» feierte 20. Geburtstag
AUTOGEWERBE-BRANCHENTREFF 861 Personen haben im Berner Kursaal die 20. Austragung des «Tag der Schweizer Garagen» verfolgt. Im Jubiläumsjahr ging es um unternehmerische Voraussicht, Verantwortung und die Frage, wie sich die Branche erfolgreich durch den Wandel steuert.
Redaktion: Henrik Petro | Fotos: Christian Hutter
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15. Januar 2026
Die 20. Austragung des «Tag der Schweizer Garagen» wurde von 861 Gästen im Berner Kursaal verfolgt – genau gleich viele wie letztes Jahr.
Mit den Worten «Sie werden Ihren Besuch nicht bereuen» eröffnete AGVS-Zentralpräsident Manfred Wellauer am 13. Januar 2026 den Anlass, der heuer seinen 20. Geburtstag feierte. In seiner Rede spricht er vom tiefgreifenden Umbruch der Branche und appelliert an das Publikum: «Übernehmen wir Verantwortung. Nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung.» Verantwortung bedeute dabei, Entscheidungen aktiv zu treffen und den Wandel mitzugestalten.
Die Branche, aber auch wir von TIR transNews, sprechen schon länger von «Transformation». Ein Experte in diesem Fach ist Ralph Panoff, Geschäftsführer von Panoff Consulting. Er stellte die operative Performance ins Zentrum und betonte die Bedeutung von Zahlen: «Zahlen lügen nie. Entscheidend ist, dass wir sie verstehen.» Schuldzuweisungen führten nicht weiter, solange Ursachen nicht analysiert seien. Denn zwischen operativer Exzellenz und Unternehmenserfolg bestehe ein klarer Zusammenhang.
Heikle Momente, wie sie das Garagengewerbe derzeit öfters durchmacht, hat Wingsuit-Pilotin und Weltmeisterin Jenna Gygi schon zuhauf erlebt. Und sie weiss, wie man damit umgeht.
Gen Z überrascht mit Lust aufs Automobil
Einen wissenschaftlichen Blick in die Zukunft liefert die Studie «Garage 2035: Menschen Technik Wandel». Sie wurde präsentiert von Prof. Dr. Ingrid Bauer-Hänsel, Bruno Aebli und Maximilian Breitruck von der Universität St. Gallen. Die Umfrage zeigt: Das Auto bleibt relevant – 78 Prozent der Generation Z wollen bis 2035 ein (neues) Auto anschaffen. Die Motivation für den Elektro-Shift sei vorhanden. Das Fazit der Forschenden: Die Garage der Zukunft ist digital, aber sie bleibt menschlich.
In einer Podiumsdiskussion mit AGVS-Geschäftsführer Christian Wyssmann und Zentralpräsident Manfred Wellauer wurde die E-Occasions-Kampagne «Fahr mit dem Strom» thematisiert. Denn obwohl Kunden heute gute E-Occasionen zu attraktiven Preisen finden können, halten sie sich zurück. Hier möchte die Kampagne vor allem Aufklärungsarbeit leisten. Auf eine kritische Frage zur Elektrifizierung aus dem Publikum antwortete Wellauer: «Das eine tun, das andere nicht lassen.»
Astra-Chef Jürg Röthlisberger sprang kurzfristig für den erkrankten Albert Rösti ein.
Überraschungsgast zum 20. Geburtstag
Einen politischen Akzent setzt Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen Astra, der kurzfristig für den erkrankten Bundesrat Albert Rösti einsprang. Er betonte, wie verbreitet die Kultur der Zusammenarbeit innerhalb des Garagengewerbes sei. «Keiner arbeitet im Silo.» Dazu gehöre auch die Bereitschaft zu Versuch und Irrtum.
«Zentrales Element der Innovation ist E-Mobilität», so Röthlisberger. «Für Pw ist die Ladeinfrastruktur in der Schweiz relativ gut ausgebaut. Die Elektrifizierung des Schwerverkehrs geht ebenfalls beeindruckend voran. Ziel ist, ein leistungsfähiges Ladenetzwerk für den Schwerverkehr entlang der Hauptverkehrsachsen zu schaffen. Mit 17 Prozent BEV-Anteil bei den Lkw sind wir beeindruckt – herzlichen Dank!»
Künftig würden alle Formen der Mobilität sicher, günstig und nachhaltig verfügbar sein. «Dabei ist die batteriegestützte E-Mobilität nicht zu schlagen im Hinblick auf Effizienz. Bei langen Distanzen werden Hybridsysteme kommen, vielleicht E-Fuels, wir werden sehen – gut ist, dass wir nichts verboten haben und es auch nicht vorhaben.»
Er wies auf die hohen Unterhaltskosten des in die Jahre gekommenen Strassennetzes hin: «Die Autobahnbrücken sind 50 Jahre alt und müssen ertüchtigt werden. Der Wegfall der fossilen Treibstoffzölle muss also irgendwie kompensiert werden, teilweise durch die E-Mobilität.»
«Wie steht es um Cargo sous terrain?», lautete eine Frage aus dem Publikum. Seine Antwort: «Ja, das wüsste ich auch gerne. Die Romands haben einen Ausdruck: une fausse bonne idée.» Röthlisberger liess das unkommentiert stehen. Das Internet übersetzt uns: «Theoretisch eine gute Idee, aber nicht in der Praxis.»
Auch EuroSkills-Gewinnerin Alina Knüsel (Mitte) stand am 20. Geburtstag des «Tag der Schweizer Garagen» auf der Bühne.
Entschärft sich die Nachwuchsproblematik?
Michael Raaflaub, Geschäftsleiter des Vereins Lehrstellennetz und verantwortlich für die Berufsplattform «Lehrberufe Live!» (deren Idee aus einem zufälligen TikTok-Video entstand), präsentierte einige Zahlen zum Potenzial künftiger Lernender. Tatsächlich werden bald wieder viel mehr Lehrstellensuchende in den Markt kommen. Danach standen Nutzfahrzeug-Mechatronikerin und EuroSkills-Gold-Gewinnerin Alina Knüsel, ausgezeichnete SwissSkills-Talente sowie Olivier Maeder, beim AGVS zuständig für den Bereich Bildung, im Rampenlicht.
Die Ausgabe Nummer 21 findet am 19. Januar 2027 statt.
Volvo FL Electric als 14 Tonner für den innerstädtischen Transport
ELEKTRO-ANGEBOT ERWEITERT Der beliebte Volvo FL Electric der mittelschweren Klasse ist jetzt auch als 14-Tonnen-Einstiegsmodell verfügbar. Die neue Batteriekonfiguration macht ihn zum idealen Fahrzeug für den innerstädtischen Transport.
Redaktion: Henrik Petro
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14. Januar 2026
Volvo Trucks erweitert sein Elektro-Lkw-Angebot mit dem14-Tonnen Volvo FL Electric.
Als eines der ersten vollelektrischen Modelle von Volvo Trucks hat sich der Volvo FL Electric seit seiner Einführung im Jahr 2019 bei vielen Transportunternehmen bewährt. Mit seinen kompakten Abmessungen meistert er enge Strassen im innerstädtischen Transport und bei Tür-zu-Tür-Lieferungen mühelos. Sein elektrischer Antrieb sorgt für minimale Geräuschentwicklung und null Abgasemissionen.
Mit der neuen 14-Tonnen-Version des Volvo FL Electric baut Volvo Trucks sein Elektro-Lkw-Portfolio weiter aus. Das Einstiegsmodell kombiniert optimierte Nutzlast mit verbesserter Batteriekapazität und eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten.
«Das ist ein perfektes Arbeitstier für den innerstädtischen Transport ohne Abgasemissionen», sagt Jan Hjelmgren, Leiter Produktmanagement bei Volvo Trucks. «Wir unterstützen unsere Kunden dabei, den passenden Elektro-Lkw zu ihrem Geschäft zu finden. Entscheidend ist, nur so viel Batteriekapazität zu wählen, wie für die jeweilige Aufgabe erforderlich ist – für maximale Nutzlast und Wirtschaftlichkeit.»
Die Batterien sind so konzipiert, dass sie Aufbauten am Rahmen nicht beeinträchtigen.
Breit konfigurierbar
Die neue Version des Volvo FL Electric ist in mehreren Radständen, Achskonfigurationen und Batterieoptionen erhältlich, sodass jeder Kunde seinen Lkw an spezifische Anforderungen anpassen kann.
Die Form und Positionierung der Batterien des neuen Volvo FL Electric sind so konzipiert, dass sie Aufbauten am Rahmen nicht beeinträchtigen. Ferner sorgt die Fahrzeugbreite von nur 2,4 Metern für eine noch bessere Wendigkeit im Stadtverkehr.
Die neuen Batterien kommen in mehreren Elektro-Lkw-Modellen von Volvo Trucks zum Einsatz – vom neuen 14-Tonnen-FL Electric über die 16- und 18-Tonnen-Versionen bis hin zum Volvo FE Electric mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 27 Tonnen.
Das Einstiegsmodell kombiniert optimierte Nutzlast mit verbesserter Batteriekapazität.
Seit 2019 emissionsfrei im innerstädtischen Transport
Die Elektro-Lkw-Modelle Volvo FL Electric und Volvo FE Electric sind seit 2019 erfolgreich am Markt und werden in zahlreichen Regionen weltweit angeboten – darunter Europa, Naher Osten, Afrika, Asien und Australien.
Das Portfolio von Volvo Trucks umfasst inzwischen acht batterieelektrische Modelle, von denen bereits mehr als 5000 Fahrzeuge weltweit verkauft wurden, davon mehr als 1000 in Deutschland.
Fakten zum FL Electric als 14 Tonner:
Der 14-Tonnen Volvo FL Electric bietet eine elektrische Reichweite von bis zu ca. 200 km, abhängig von Beladung, Fahrstil, Umgebungstemperatur und weiteren Faktoren.
Nutzbare Batteriekapazität: 145 kWh
Elektromotor leistet 180 kW
Bodenfreiheit: 240 mm
Radstände: 3800 mm bis 6500 mm
Ladeleistung 43kW (AC) und 150kW (DC). DC-Ladung von 0–100 Prozent dauert 1 Stunde.
SCHWEIZER ENERGIEPREIS Am 8. Januar 2026 verlieh das Bundesamt für Energie zum neunzehnten und letzten Mal den renommierten Schweizer Energiepreis Watt d'Or. Gewinner in der Kategorie Energieeffiziente Mobilität ist die Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi (SZ).
Redaktion: Henrik Petro
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13. Januar 2026
Das Familienunternehmen Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi hat den ersten serienreifen Elektrotraktor mit einer europäischen Typengenehmigung entwickelt – und wurde dafür mit dem Energiepreis ausgezeichnet.
Innovative Schweizer Unternehmen und Hochschulen setzen die Energiezukunft erfolgreich und mutig in die Praxis um. Zu ihren Ehren hat das Bundesamt für Energie den Watt d’Or geschaffen, das Gütesiegel für Energieexzellenz. 2007 wurde der Schweizer Energiepreis zum ersten Mal verliehen. 2026 richtet das BFE den Watt d’Or zum letzten Mal aus. Sein Ziel war es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich bekannt zu machen. Sie sollen Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit motivieren, die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken.
Theres Beutler-Knüsel, Geschäftsführerin Sepp Knüsel AG & Rigitrac Traktorenbau AG, nimmt den Energiepreis entgegen.
Der Watt d’Or ist nicht dotiert, es werden also keine Preisgelder ausgeschüttet. 55 Bewerbungen wurden bis Mitte Juli 2025 eingereicht und von einem Expertenteam evaluiert. Für die Endrunde nominiert wurden schliesslich 17 Beiträge. Daraus hat die Jury unter dem Vorsitz von Jurypräsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher die Siegerprojekte in den vier Watt d’Or-Kategorien gekürt.
Schweizer Energiepreis in vier Kategorien
Die goldenen Gewinner/innen des Jahres 2026 sind:
Das Gasversorgungsunternehmen Gaznat aus Vevey und Aigle (VD) in der Kategorie Energietechnologien
Die endigo Holding AG aus Fiesch (VS) in der Kategorie Erneuerbare Energien
Die Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi (SZ) in der Kategorie Energieeffiziente Mobilität
Die Baugenossenschaft «mehr als wohnen», Lemon Consult AG und das Low-Tech Lab aus Zürich in der Kategorie Gebäude und Raum
Die Watt d’Or-Trophäe – eine Schneekugel – wurde den Gewinner/innen von der prominenten Jury unter dem Vorsitz von Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher im Kongresszentrum Kursaal in Bern überreicht. Dabei waren hunderte Vertreterinnen und Vertreter der schweizerischen Energieszene aus Politik, Wirtschaft und Forschung.
Die Fronthydraulik am E-Kommunaltraktor SKE 40 ist an der Vorderachse montiert und achsgeführt, so können die Geräte perfekt am Boden angepasst werden.
Rigitrac Elektrotraktor elektrisiert die Zukunft
Das Familienunternehmen Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi hat den ersten serienreifen Elektrotraktor mit einer europäischen Typengenehmigung entwickelt. Der Rigitrac SKE 40 e-direct ist emissionsfrei, leise, wendig und enorm energieeffizient. Damit ist er ideal für Arbeiten geeignet, wo Abgase und Lärm unerwünscht sind, zum Beispiel für Unterhaltsarbeiten von Kommunalbetrieben oder auch in Gemüsetunnels oder Hallensportevents. Der Elektrotraktor ist ein Leuchtturmprojekt dafür, dass auch kleinere Betriebe mit viel Leidenschaft und Ausdauer technologische Innovationen vorantreiben können.
Auch für den Winterdienst kann der Rigitrac SKE 40 problemlos eingesetzt werden. Das macht die Schneeräumung frühmorgens in Wohnquartieren etwas leiser.
Krummen Kerzers eröffnet in Flüelen eine weitere E-Ladestation
LADE-INFRASTRUKTUR Direkt an einer der wichtigsten Verkehrsachsen der Zentralschweiz hat Krummen Kerzers eine weitere Elektro-Ladestation für Lastwagen in Betrieb genommen. Die Anlage steht nicht nur dem eigenen Fuhrpark, sondern auch externen Transportunternehmen offen.
Redaktion: Henrik Petro
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12. Januar 2026
Die Ladestation ist ab sofort in Betrieb und befindet sich nur vier Minuten von der Autobahnausfahrt und der Axenstrasse entfernt.
Mit der neuen Ladeinfrastruktur reagiert Krummen Kerzers auf die wachsende Nachfrage nach zuverlässigen und leistungsfähigen Ladepunkten für E‑Lkw an wichtigen Knotenpunkten auf der Nord-Süd-Achse. Der Standort Flüelen eignet sich aufgrund seiner verkehrstechnisch zentralen Lage besonders als Ladehalt für nationale und internationale Transporte.
Hier können Mensch und Maschine auftanken.
Mensch und Maschine können in Flüelen auftanken
Beim Bau der neuen Ladestation wurde ein besonderes Augenmerk auf das Wohlbefinden des Fahrpersonals gelegt. In den nächsten vier bis sechs Wochen wird die Ladesäule durch einen Aufenthaltsraum – speziell auf die Bedürfnisse der Fahrerinnen und Fahrer ausgelegt – mit Toilette und kleiner Kochgelegenheit ergänzt. So kann nicht nur der Lkw auftanken, sondern auch das Fahrpersonal.
Ab sofort in Betrieb
Die Ladestation ist ab sofort in Betrieb und befindet sich an der Bahnhofstrasse, nur vier Minuten von der Autobahnausfahrt und der Axenstrasse entfernt. Die maximale Ladeleistung beträgt 400 kW und es sind zwei Ladepunkte verfügbar. Nachhaltigkeit für alle: Kooperation und Depotsharing sind entscheidende Erfolgsfaktoren für die Dekarbonisierung. In diesem Sinne steht die Ladeinfrastruktur allen Transportunternehmen nach vorgängiger Anmeldung und Buchung von Ladeslots zur Verfügung.
Die maximale Ladeleistung beträgt 400 kW und es sind zwei Ladepunkte verfügbar.
Informationen zu Kontakt, Anmeldung und Preisen finden sich hier.
Mit Scania in der Formel 1 unterwegs
MOTORSPORT-LOGISTIK Seit 2024 war das Stake F1 Team KICK Sauber, bei uns besser bekannt als Sauber Formel 1 Team, an die europäischen Rennen mit Scania Lastwagen unterwegs. Insgesamt 13 Scania 560S sorgten dabei für einen sicheren und zuverlässigen Transport zu den diversen Rennstrecken.
Text und Bilder: Rahel Cathomas
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9. Januar 2026
Unterwegs zur nächsten Rennstrecke.
Im Jahr 1970 gründet Peter Sauber die Sauber AG in Hinwil und der Rennwagen «C1» gewinnt im gleichen Jahr die Schweizer Sportwagen-Meisterschaft. 1993 debütiert Sauber mit dem «C12» in der Formel 1 und belegt gleich den 7. Platz in der Konstruktionswertung. 2025 sind Routinier Nico Hülkenberg und der letztjährige Formel-2-Sieger Gabriel Bortoleto für Stake F1 Team KICK Sauber am Start. Mit dem letzten Rennen der letztjährigen Saison am 7. Dezember 2025 in Abu Dhabi verschwindet der Name «Sauber» endgültig aus der Formel 1. Ab 2026 wird der Hinwiler Rennstall die Formel 1 unter dem neuen Namen Audi F1 in Angriff nehmen. Nicht nur Audi, sondern auch Scania gehört mit Traton zur Volkswagen-Gruppe.
Reto Casty: «Wir Fahrer sind nur ein kleiner Teil des Ganzen, aber auch unser Beitrag ist bedeutungsvoll. Auch die Fahrzeugflotte muss zuverlässig sein, damit wir rechtzeitig auf dem Rennplatz sind.»
In ganz Europa unterwegs
Für die sehr komplexe Logistik in der Formel 1 braucht es zuverlässige Mitarbeiter und Fahrzeuge. Eine Flotte modernster Scania liefert dabei die gesamte Infrastruktur auf alle europäischen Rennplätze. Die vier Race Trucks, welche die Rennwagen, das Werkstattmaterial und die Ersatzteile transportieren, werden dabei von Sauber Motorsport in Hinwil disponiert und auch eingesetzt.
Zwischen den einzelnen Grand-Prix in Europa wird oft von einem Rennen zum nächsten gefahren. Gibt es jedoch eine Woche Pause oder findet ein Rennen wie Ende Juni in Kanada statt, so fahren die Lastwagen zum jeweiligen Standort zurück. Die in Österreich stationierten Scania sind bereits über eine Woche vor dem Rennen vor Ort. Es beginnt der Aufbau des Motorhomes samt Küche und der dazugehörigen Infrastruktur. Auch die leeren Garagen werden mit Trennwänden in verschiedene Räume eingeteilt. Am Montag vor dem Rennen starten dann zusätzliche Fahrzeuge in Hinwil, welche Werkstatt-Equipment, Elektronik und Rennwagenteile auf den jeweiligen Rennplatz liefern. Der Transport der Formel-1-Fahrzeuge selbst erfolgt mit einem separaten Truck kurz vor dem Rennwochenende.
Selbst die Einfahrt ins Paddock muss geplant und koordiniert werden.
Formel-1-Logistik der besonderen Art
Anders sieht es bei den Rennen ausserhalb Europas aus. Sämtliches Material wird von externen Logistikpartnern zum Flughafen Malpensa in Mailand transportiert, wo es zusammen mit dem Material von anderen Teams via Transportflugzeug an den Zielflughafen geflogen wird. Für diese Rennen übernimmt jeweils DHL die Koordination sowie den Transport zur Rennstrecke und auch wieder zurück. Parallel zu den ca. 35 Tonnen Luftfracht sind insgesamt sieben sogenannte Seefracht-Kits à je 40-Fuss-Container per Schiff zu den Übersee-Destinationen unterwegs.
Team von 20 Lkw-Fahrern in Hinwil
Für die neun Europa-Rennen steht in Hinwil ein Team von 20 Lastwagenfahrern/-innen bereit, um die vier Scania-Sattelzugmaschinen an den nächsten Einsatzort fahren zu können. Reto Casty, selbst schon seit 24 Jahren für Sauber unterwegs, ist dabei für das Fahrerteam verantwortlich. Er plant und koordiniert alle Einsätze für das komplette Fahrerteam.
Fahrerin und Autorin Rahel Cathomas: «Als ich bei meinem ersten Einsatz in Barcelona aus nächster Nähe mitbekam, wie Nico Hülkenberg auf den 5. Platz fuhr, war’s um mich geschehen. Ich wusste, dieser Job ist richtig cool, nicht nur wegen dem Lkw.»
«Je nach Rennstrecke fahren wir am frühen Montagmorgen los», erzählt Fahrerin und TIR-Mitarbeiterin Rahel Cathomas. «Wenn es lange Fahrstrecken und somit Lenkzeiten gibt, fahren wir mit Doppelbesatzung. Wir sind bereits ein gut eingespieltes Team, in welchem auch neue Fahrer/innen schnell integriert werden, da diese gleich unter die Fittiche eines Routiniers genommen werden. Doch auch diese stehen jeweils unter Strom, bis die Schweizer Grenze überquert ist. Je nach Fahrzeugschlange am Zoll, kann die Verzollung sehr viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen. Da sehr viele Teile auf den Lastwagen verladen sind, werden auch sehr viele Carnets A.T.A. (= vorübergehende Aus-/Einfuhr), sprich Zollpapiere, für die Aus- und auch wieder Einfuhr von der Schweiz in die EU und wieder zurück benötigt. Wird auf diesen etwas übersehen oder nicht abgestempelt, kann dies auf dem nächsten Zollbüro für grosse Probleme und noch grösseren Zeitverlust sorgen. So muss immer alles exakt deklariert sein und beim Anstehen am Zollschalter dürfen wir uns trotz Zeitdruck nicht aus der Ruhe bringen lassen.»
Mit dem Scania auf die Rennstrecke, allerdings ohne Messung der Rundenzeit.
Der Druck ist weg und das Geniessen beginnt
Ist die Grenze dann einmal überquert, fällt ein gewisser Druck weg und die Fahrt auf den ausländischen Autobahnen und Strassen kann genossen werden. «Zeit, um die unterschiedlichsten Gegenden geniessen zu können, fehlt leider», relativiert Rahel. Ausser bei den gesetzlichen Pausen, dem Nachtanken oder einem Fahrerwechsel muss immer das Ziel vor Augen gehalten werden. Die Fahrerteams vertrauen einander, und so kann sich der Beifahrer auch mal ein Nickerchen auf dem grosszügigen und bequemen Bett in der Scania-Kabine gönnen. Aber natürlich gehört es auch dazu, dass man sich immer wieder einen Überblick über die aktuelle Verkehrssituation verschafft. «Gerne wollen wir auf dem schnellsten Weg ans Ziel kommen, statt Umwege zu fahren. Doch lässt sich dies nicht immer vermeiden. Fährt man tagsüber, gibt es rund um die Städte Staus. Fahren wir in der Nacht, müssen wir jederzeit mit Sperrungen wegen Bauarbeiten rechnen.»
Letzte Vorbereitungen am Rennwagen.
Planung bis ins letzte Detail
«Bevor wir auf die Rennstrecke fahren, hat uns Reto Casty bereits einen Link mit dem Weg zu einer nahe gelegenen Waschanlage zugestellt. Die weissen Scania mit den verkleideten Rennaufliegern und auch der Anhängerzug sollen jederzeit einen sauberen Eindruck hinterlassen. Der Name ‹Sauber› verpflichtet! Auf der ganzen Fahrt, aber vor allem in der Nähe der Rennstrecke, wird uns oft zugewinkt und gehupt, die Fans sehen alles und stehen schon Tage vor dem Rennen am Eingang der Rennstrecke. Filmen, fotografieren alles und jeden. Viele sprechen uns an, ob wir eine Mütze für sie hätten. Wir verneinen jeweils, denn sonst müssten wir unendlich viele Mützen mitnehmen.»
Marco Mittner: «Es ist für mich etwas ganz Besonderes, dass ich für Sauber als Chauffeur im Einsatz sein darf.»
Letzte Koordination schon vor der Einfahrt zur Formel-1-Strecke
Marco Mittner, seit 2017 für Sauber unterwegs und mittlerweile an jedem Europarennen dabei, hat bereits mit der Leitung vor Ort telefoniert und abgesprochen, wo welcher Lkw als erstes abgeladen wird. Auf einigen Rennstrecken, wie zum Beispiel in Zandvoort, sind die Platzverhältnisse sehr eng und es muss besonders gut organisiert und koordiniert werden. Stehen die Auflieger richtig hinter der Box, wird abgesattelt und die Zugmaschinen werden – meist ausserhalb des Renngeländes – geparkt. «Während wir beim Abladen helfen und sämtliche Flächen der Auflieger blitzblank reinigen, sind auch Reto Casty und sein Begleiter mit den Rennwagen auf dem Weg zur Rennstrecke. Marco Mittner hat sie bereits über allfällige Baustellen und andere wichtige Details des Anfahrtsweges informiert», so Rahel weiter.
Die Reinigung und das Abladen nehmen zwei Tage in Anspruch. Sind der Anhängerzug und die drei Zugmaschinen weggestellt, alles gereinigt und das Material am richtigen Platz deponiert, geht es für die Fahrer zum Flughafen, um nach Hause zu fliegen. Inzwischen ist es Mittwochnachmittag und bereits am Samstag reist eine achtköpfige Fahrergruppe wieder zum Rennplatz zurück.
«Am frühen Samstag fahren wir in Fahrgemeinschaften nach Hinwil. Ein Taxi bringt uns zum Flughafen Kloten und wir reisen wieder zurück auf die Rennstrecke. Der Samstag ist dabei relativ gemütlich, trotzdem gehen wir beizeiten schlafen. Auch der Sonntag ist noch zum Ausruhen da, aber sobald am Sonntagnachmittag das Rennen vorbei ist, beginnt für uns die Arbeit von neuem.»
Das «alte» KICK / Sauber F1 Team Motorhome wurde beim letzten Europarennen nach 20 Jahren in den «Ruhestand» verabschiedet.
Eine unglaubliche Athmosphäre
Spannung liegt in der Luft. Die unzähligen Fans belagern die Zäune rund um die gesamte Rennstrecke. Rund um die Box spürt man die Anspannung, Konzentration der Mechaniker und der Verantwortlichen. Fahren Gabriel und Nico dann noch Punkte ein, ist die Freude im gesamten Sauber-Team vor Ort unermesslich. Doch schon kurz nach dem Rennen beginnt mit grossem Eifer der Abbau der gesamten Infrastruktur. Jeder hilft mit und trägt dazu bei, dass die Ware so schnell wie möglich in den Lastwagen verstaut wird, um dann den Weg nach Hinwil oder direkt zur nächsten Rennstrecke unter die Räder zu nehmen.
Alles ist fast im Minutentakt festgelegt
Die Sattelzugmaschinen dürfen gegen 20 Uhr auf das Gelände fahren. «So können wir gegen 21 Uhr bereits Richtung nächstes Ziel losfahren. Dies dauert oft die ganze Nacht und den kommenden Morgen. Wer nicht fährt, versucht im Bett des fahrenden Lastwagens eine Runde zu schlafen, um dann später den Kollegen abzulösen. Fahren wir nach Hinwil, werden die Fahrzeuge erst gereinigt und betankt, bevor wir in der Sauber-Halle parken. Die Mitarbeiter des Werkes warten bereits auf unsere Ankunft, entladen sogleich die Lastwagen und bringen die Rennwagen sowie alle Ersatzteile in die verschiedenen Abteilungen. Langsam fällt die letzte Anspannung ab und man spürt die aufkommende Müdigkeit. Aber wir freuen uns bereits auf unseren nächsten Einsatz für das Sauber-Rennteam.»
Rund 20 Fahrer bilden das Trucker-Team bei der Sauber Motorsport AG.
Mit 13 neuen Scania für die Formel 1 unterwegs
Seit der vergangenen Rennsaison ist das Sauber-Motorsport-Team mit 12 Sattelzugmaschinen des Typs Scania 560S A 4×2 sowie einem Scania 560S B 6×2*4 NB Anhängerzug unterwegs. Die Fahrer loben vor allem die grosszügigen Platzverhältnisse in der Kabine. «Mir gefallen die schönen und übersichtlichen Armaturen. Lenkrad und Fahrersitz lassen sich vielseitig und praktisch verstellen, sodass ich richtig gut sitze, mich wohlfühle und entspannt fahren kann», sagt Marco Mittner. Reto Casty ergänzt: «Ich bin zuvor noch nie mit einem so leisen, kraftvollen und sparsamen Lastwagen gefahren. Der Treibstoffverbrauch ist unglaublich tief. Der Scania ist einfach nur top!»
Hohe Zuverlässigkeit ist ein Muss
Bei Sauber ist man auf zuverlässige Lastwagen angewiesen. Bis jetzt seien keine nennenswerten Probleme bei den Fahrzeugen aufgetreten. «Einmal musste eine kleine Reparatur an einem Fahrzeug vorgenommen werden, dies hat aber bestens funktioniert. Das Scania-Servicenetz hält, was es verspricht», meint Casty. Gute Vorbereitungen für die Fahrt sind aber notwendig, damit grössere Zeitverluste durch grosses Verkehrsaufkommen und Probleme am Zoll so weit wie möglich vermieden werden können.
Und los geht’s zum nächsten Rennen in Europa.
Der hohe Komfort des Scania hilft den Fahrern während der Fahrt . Rückspiegel und sämtliche aktive und passive Assistenzsysteme tragen jederzeit zu einer sicheren Fahrt bei, sind sich die Sauber-Chauffeure einig. Einzig das Navigationssystem scheint etwas veraltet zu sein und ist gelegentlich etwas verwirrend, sodass sich Mittner eine zusätzliche Navigation für das Mobiltelefon gekauft hat. «Für Irrfahrten bleibt uns keine Zeit», meint er augenzwinkernd. Dafür gefallen der effiziente Retarder, die vielen Staufächer, die Bedienung des Lichts in der Tür und die vielen weiteren Menüfunktionen. Casty ergänzt: «Beim Scania ist jeder Schalter am richtigen Ort platziert.»
Kein Formel-1-Rennen wie das andere
«Um die Logistik in der Formel 1 verstehen zu können, braucht man mindestens zwei Jahre, da die Gegebenheiten von Rennen zu Rennen unterschiedlich sind und sich dadurch die Abläufe im Hintergrund ebenfalls nicht gleichen. Vor allem betrifft dies die Übersee-Rennen und die Luftfracht mitsamt möglichen Nachlieferungen. Es ist für mich auch nach 24 Jahren nach wie vor beeindruckend, was es alles braucht, damit ein Formel-1-Rennen gefahren werden kann. Es ist gewaltig, wie viel Infrastruktur da immer unterwegs ist», sagt Reto Casty. «Wir Fahrer sind nur ein kleiner Teil des Ganzen, aber auch unser Beitrag ist bedeutungsvoll. Mit Scania haben wir einen zuverlässigen Partner und bei allen Fahrern spürt man die Fahrfreude. »
Nachhaltigkeit gewinnt in der Formel 1 zunehmend an Bedeutung. Als Sport hat sich die Formel 1 klar zum Ziel bekannt, bis 2030 Net Zero zu erreichen. Die Treibstoffeffizienz der Scania-Flotte leistet hierzu einen ersten wichtigen Beitrag.
VW Nutzfahrzeuge in der Schweiz: höchster Marktanteil aller Zeiten
MARKT SCHWEIZ 2025 Mit 6181 Einheiten erreicht die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge erneut den ersten Platz bei den leichten Nutzfahrzeugen in der Schweiz. Das ergibt den höchsten je erzielten Marktanteil von 21,3 Prozent. Insgesamt verkaufte die Marke 11.411 Fahrzeuge.
Redaktion: Henrik Petro
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8. Januar 2026
Mit 2388 an Kunden ausgelieferten Fahrzeugen ist der neue Transporter mit über einem Drittel die wichtigste Säule für den Erfolg.
Erneut auf Platz 1 der Schweizer Verkaufsrangliste 2025 der leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen steht mit insgesamt 6181 immatrikulierten Fahrzeugen die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge. Der Marktanteil von 21,3 Prozent ist der höchste Wert einer Marke in der Schweiz in den letzten 25 Jahren. Dazu kommen weitere 4385 Fahrzeuge mit Personenwagenzulassung M1 und 774 Camper sowie 71 weitere VW Nutzfahrzeuge ausserhalb dieser drei Kategorien. Das sind insgesamt 11.411 Fahrzeuge, die im letzten Jahr von der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge in der Schweiz verkauft wurden.
Neuer Transporter mitverantwortlich für höchsten Marktanteil in der Schweiz
Von der anfangs Jahr lancierten neuen Transporter-Modellreihe, welche in diesem Übergangsjahr die alte bisherige Transporter-Modellreihe T6.1 abgelöst hat, konnten bereits 2388 Fahrzeuge an Schweizer Kundinnen und Kunden übergeben werden. Anfang 2026 werden noch weitere Motoren- und Modellvarianten dazukommen, wie beispielsweise der an der transport.CH im November präsentierte neue Transporter Pritschenwagen mit Doppelkabine, der neue Transporter mit Plug-in-Hybrid oder der für die Schweiz so wichtige vollelektrische Transporter mit 4Motion.
Dank der seit Anfang 2025 lieferbaren 4Motion-Varianten konnte das Verkaufsvolumen aller ID. Buzz-Modelle auf insgesamt 1385 Einheiten gesteigert werden.
Einen beachtlichen Erfolg in Richtung vollelektrische Zukunft der Marke trugen die E-Modelle ID. Buzz und ID. Buzz Cargo bei. Dank der seit Anfang 2025 lieferbaren 4Motion-Varianten konnte das Verkaufsvolumen aller ID. Buzz-Modelle auf insgesamt 1385 Einheiten gesteigert werden.
Nicol Fleissner, Markenchefin von Volkswagen Nutzfahrzeuge, erklärt die aussergewöhnliche Verkaufsleistung der Marke «…mit den attraktiven Modellen, der hohen Qualität und Zuverlässigkeit sowie dem breiten Modellangebot, welches offensichtlich den hohen Erwartungen der Schweizer Kundschaft entspricht.»
Seit 76 Jahren steht Volkswagen Nutzfahrzeuge für zuverlässige Mobilität und maximale Vielseitigkeit. Ob auf der Baustelle, im Handwerksbetrieb oder beim Familienabenteuer – die Fahrzeuge bieten den Raum, den Menschen brauchen, um ihre Pläne zu verwirklichen.
Auch dieses Jahr sieht Importeurin Amag positiv: «Die Marke VW Nutzfahrzeuge dürfte in der Schweiz mit ihrem breiten, attraktiven Modellangebot mit Caddy, Transporter, Multivan, ID. Buzz, Crafter bis hin zum Amarok ihre Spitzenposition auch 2026 verteidigen», schliesst die Mitteilung ab.
Astra lanciert Projektaufruf für E-Lkw-Schnellladestationen
LADE-INFRASTRUKTUR Mit einem neuen Projektaufruf lädt das Bundesamt für Strassen private Anbieter ein, Schnellladestationen (SLS) für elektrische Lastwagen auf ausgewählten Rastplätzen und Schwerverkehrskontrollzentren entlang der Nationalstrassen zu realisieren.
Redaktion: Henrik Petro
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7. Januar 2026
Mit dem Projektaufruf für den Bau von Schnellladestationen (SLS) für E-Lkw möchte das Astra zur Bereitstellung eines allgemein zugänglichen Netzes an SLS für E-Lkw entlang der Nationalstrassen beitragen.
Die Schweiz verfügt bereits über ein gut ausgebautes Netz an Schnellladestationen für Personenwagen. Das Astra ist überzeugt, dass die Elektromobilität auch entscheidend zur Dekarbonisierung des motorisierten Schwerverkehrs in der Schweiz beiträgt. Mit dem nun lancierten Projektaufruf für E-Lkw-Schnellladestationen richtet das Astra den Fokus auf den Schwerverkehr und stärkt die Rahmenbedingungen für dessen Elektrifizierung. Der Aufruf ist Teil der Roadmap Elektromobilität 2030, die auch den Schwerverkehr einbezieht.
Für den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur für E‑Lkw stellt das Astra drei Lose bereit. Diese umfassen je rund zehn Standorte auf ausgewählten Rastplätzen und in ausgewählten Schwerverkehrskontrollzentren entlang der Nationalstrassen. Die Lose werden nach Qualitätsbeurteilung den bestbenoteten Gesuchstellenden in Form von Reservationsvereinbarungen zugeteilt.
Rahmenbedingungen und Fristen für die E-Lkw-Schnellladestationen
Die ausgewählten Anbieter planen, finanzieren, bauen und betreiben die Schnellladestationen eigenverantwortlich. Nach Unterzeichnung der Reservationsvereinbarung stehen grundsätzlich zwei Jahre zur Verfügung, um die Detailplanung abzuschliessen und das Baugesuch einzureichen.
Das Astra stellt als Basislösung die Stromanschlüsse bis und mit Trafostation bereit und übernimmt dafür die Vorfinanzierung. Die Betreibergesellschaften erstatten diese Kosten in Form einer jährlichen Entschädigung.
Interessierte Unternehmen können ihre Antragsunterlagen bis zum 30. April 2026 einreichen. Mehr über den Projektaufruf gibt es hier.
Bernmobil schenkt der ukrainischen Stadt Trostyanets sechs Busse
LINIENBUSSE Bernmobil unterstützt den Wiederaufbau des öffentlichen Verkehrs in der Stadt Trostyanets im Nordosten der Ukraine mit der Schenkung von sechs Bussen.
Redaktion: Henrik Petro
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6. Januar 2026
Eine Delegation aus Trostyanets unter Leitung des Bürgermeisters Yuriy Bova nahm am 22. Dezember 2025 die ersten drei Busse in Empfang.
Die ukrainische Stadt Trostyanets hat im Juni 2025 über die Stadt Bern um die Schenkung von Bussen gebeten. Sie sollen den Wiederaufbau des öffentlichen Verkehrs in ihrer Stadt unterstützen und der Bevölkerung in Trostyanets die Bewältigung des Alltags unter den gegebenen Umständen erleichtern. Bernmobil hatte sich sofort bereit erklärt, der Stadt Trostyanets sechs Busse zu schenken, die per Ende 2025 bei Bernmobil ausser Betrieb genommen werden.
Von rechts: Marieke Kruit, Stadtpräsidentin von Bern, Corinne Ribeli, Leiterin Technik Bernmobil, Samvel Arustamian, Botschaftsrat der Ukraine in der Schweiz, und Yuriy Bova, Bürgermeister von Trostyanets
Vorweihnachtsgeschenk für Delegation aus Trostyanets
Eine Delegation aus Trostyanets nahm am 22. Dezember 2025 unter Leitung des Bürgermeisters Yuriy Bova die ersten drei Busse in Empfang, um diese in ihre Heimat zu überführen. Die Übergabe erfolgte in Anwesenheit der Stadtpräsidentin Marieke Kruit und der ukrainischen Botschafterin in der Schweiz, Iryna Venediktova. Im Januar 2026 ist geplant, die drei weiteren Busse von Bern in die Ukraine zu überführen.
Die zwölf bis 15 Jahre alten Busse können bei entsprechender Wartung der Bevölkerung in Trostyanets noch lange gute Dienste erweisen.
«Ich hoffe, dass die Busse den Alltag der Bevölkerung von Trostyanets erleichtern. Die Solidarität der Berner Bevölkerung mit der Ukraine ist nach wie vor gross. Die Weitergabe der Busse ist eine Möglichkeit, diese konkret auszudrücken», sagte Stadtpräsidentin Marieke Kruit.
Zweites Engagement zugunsten der Ukraine
Bei den sechs Bussen handelt es sich um drei Gelenkbusse (18 Meter lang) sowie drei Standardbusse (12 Meter) mit Gasantrieb. Die Fahrzeuge sind rund 15 Jahre alt und befinden sich in gutem Zustand. Wie Corinne Ribeli, Leiterin Technik bei Bernmobil, ausführte, können diese Busse bei entsprechender Wartung der Bevölkerung in Trostyanets noch lange gute Dienste erweisen. Die Busse sind für mobilitätseingeschränkte Personen dank Niederflureinstieg gut zugänglich. Die Schenkung der Busse ist bereits das zweite Engagement von Bernmobil zugunsten der Ukraine. 2024 konnte Bernmobil elf Trams, die Ende 2024 ausser Betrieb gesetzt wurden, dank der Unterstützung des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO der ukrainischen Stadt Lviv kostenlos übergeben. Diese befinden sich dort im täglichen Einsatz.
Der Bürgermeister von Trostyanets, Yuriy Bova, ist persönlich angereist, um sich für das wertvolle Geschenk zu bedanken.
Zur Stadt Trostyanets
Die Stadt Trostyanets liegt im Nordosten der Ukraine unweit der russischen Grenze. Sie wurde zu Beginn des Ukrainekriegs während 31 Tagen von russischen Truppen besetzt. Während der Besetzung wurden grosse Teile der öffentlichen Infrastruktur zerstört, so unter anderem auch die Busflotte des öffentlichen Verkehrs. Die Schenkung von sechs Bussen ermöglicht der Stadt, den öffentlichen Verkehr wieder aufzubauen.
Bei der Dreier AG sind nun 50 E-Lkw im Einsatz
ELEKTRIFIZIERUNG Mit der Inbetriebnahme der Fahrzeuge Nummer 48, 49 und 50 sind bei der Dreier AG bereits 50 Elektro-Lastwagen im täglichen Einsatz und haben zusammen 5 Millionen elektrische Kilometer zurückgelegt. Bis im Frühling 2026 wird die Flotte auf 75 Fahrzeuge anwachsen.
Redaktion: Henrik Petro | Bilder: Roland Morgenthaler
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5. Januar 2026
Die neusten E-Lkw der Dreier AG mit den Nummern 48, 49 und 50 sind MAN eTGX.
Die Dreier AG, ein Familienunternehmen mit Sitz in Suhr, treibt die nachhaltige Transformation ihrer Transportflotte mit inzwischen 50 E-Lkw konsequent voran. Was im Oktober 2023 erstmals angekündigt wurde, ist heute Realität: Die Elektro-Offensive 2025 verläuft planmässig – sowohl bei der Fahrzeugbeschaffung als auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur.
Leistungsfähige E-Lkw-Flotte bei Dreier AG auf dem Vormarsch
Im Rahmen der Elektro-Offensive setzt die Dreier AG auf eine leistungsfähige Flotte von 50 E-Lkw. Die neueste Fahrzeuggeneration erreicht mit einer Vollladung bereits eine Reichweite von 500 Kilometern.
Mit der Inbetriebnahme der drei abgebildeten MAN-Elektro-Lkw liegt die Dreier AG mit Nummer 48, 49 und 50 voll im Fahrplan. Die 50 Fahrzeuge sind zusammen bereits 5 Millionen elektrische Kilometer gefahren. Bis im Frühling 2026 werden alle 75 Elektro-Lkw in Betrieb sein.
Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur (hier mit zwei Volvo FH Electric) verläuft planmässig, stellt das Unternehmen aber auch vor Herausforderungen.
Herausforderung Ladeinfrastruktur für nächste Etappe mit 100 Elektro-Lkw
Die Dreier AG plant, ihre Elektroflotte konsequent weiter auszubauen. Das nächste Etappenziel nach 50 und 75 ist das Erreichen der Marke von 100 E-Lkw. Die zentrale Herausforderung auf diesem Weg ist der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur und einer ausreichenden und nachhaltigen Energieversorgung. Daran arbeitet Dreier intensiv. Es sind diverse Projekte im Gange, um grossvolumige Energiespeicher und Trafostationen in Kombination mit umfangreichen Photovoltaikflächen aufzubauen. Hans-Peter Dreier, CEO der Dreier AG, betont: «Nur wenn wir alle drei Komponenten – Solarenergie, eigene Trafostationen und leistungsfähige Energiespeicher – erfolgreich miteinander verbinden, können wir unsere Elektroflotte weiter vergrössern. Wir sind überzeugt, in den Jahren 2026 und 2027 weitere Meilensteine zu setzen.»
Nachhaltige Logistik als langfristige Strategie
«Wir sind voll auf Kurs», freut sich Hans-Peter Dreier. «Die Elektrifizierung unserer Flotte und der Ausbau der Ladeinfrastruktur sind zentrale Bausteine unserer nachhaltigen Unternehmensstrategie. Unser Ziel ist es, die CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren und die Logistik in der Schweiz umweltfreundlich zu gestalten. Dazu gehört auch der strategische Entscheid, wo immer möglich und sinnvoll, nur noch Elektro-Lkw zu beschaffen.»
Die Mercedes-Benz-eActros-Familie ist nun komplett und kann sowohl als Sattelzug, als auch als Anhängerzug (Bild) beschafft werden.
Bereits seit Jahren engagiert sich die Dreier AG für nachhaltige Transportlösungen – etwa durch Doppeldecker-Lkw und die konsequente Nutzung des kombinierten Verkehrs. Die Elektro-Offensive markiert einen weiteren Meilenstein in der zukunftsorientierten Flottenstrategie des Unternehmens.
Media Markt Schweiz AG erweitert Flotte um neun Renault Master
ABLIEFERUNG Die Media Markt Schweiz AG hat über Renault Trucks Schweiz neun Renault Master Red Edition L3H3 übernommen. Die Fahrzeuge werden im täglichen Home-Delivery- und Montageservice eingesetzt und ersetzen bestehende Fahrzeuge.
Redaktion: Henrik Petro
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22. Dezember 2025
Die neuen Fahrzeuge für den täglichen Home-Delivery- und Montageservice.
Die Media Markt Schweiz AG mit Sitz in Dietikon gehört zu den führenden Anbietern im Bereich Consumer Electronics. MediaMarkt steht für ein breites Sortiment modernster Elektronikgeräte, kompetente Beratung in den Märkten sowie ein leistungsstarkes Online-Angebot, das nahtlos mit den stationären Standorten verknüpft ist. Ebenso ist die Media Markt Schweiz AG auf schweizweite Heimlieferungen und professionelle Installationen von Haushaltsgrossgeräten spezialisiert. Die Teams sind in Zweierbesatzung unterwegs und legen pro Fahrzeug jährlich rund 60.000 Kilometer zurück. Aufgrund der bewährten Zuverlässigkeit, Robustheit und Wirtschaftlichkeit der bisherigen Fahrzeuge setzt MediaMarkt auch bei der neuen Fahrzeugflotte erneut auf Renault Trucks.
Das Cockpit ist ganz auf den Fahrer ausgerichtet.
Der neue Renault Master Red Edition L3H3: ideal für Home Delivery der Media Markt Schweiz AG
Die neun neuen Renault Master Red Edition L3H3 sind mit 150-PS-Dieselmotor, manuellem 6-Gang-Getriebe und einem Radstand von 4215 mm ausgestattet. Der Innenausbau durch Sortimo Schweiz AG wurde exakt auf die Anforderungen des Home-Delivery-Einsatzes abgestimmt. Der Laderaum bietet Aluminium-Seitenwände, mehrere Zurrschienen für eine sichere Ladung sowie eine Faltrampe am Heck, um schwere oder sperrige Geräte effizient mit einem Rolli zu bewegen. Damit eignen sich die Fahrzeuge besonders für hohe Tagesauslastungen und anspruchsvolle Lieferprozesse.
Der Ausbau durch Sortimo Schweiz AG umfasst u.a. eine Faltrampe am Heck.
Luxusversion des Unimog – leider nur als Showcar
HEILIGE BESCHERUNG Das wäre doch was für den Weihnachtswunschzettel: Mercedes-Benz Special Trucks präsentiert gemeinsam mit Hellgeth Engineering eine visionäre Luxusversion des Unimog mit exklusivem Design und gesteigerter Performance
Redaktion: Henrik Petro
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19. Dezember 2025
Mercedes-Benz Special Trucks präsentiert den luxuriösesten Unimog aller Zeiten.
Anlässlich seines 80-jährigen Jubiläums im kommenden Jahr hat Mercedes-Benz Special Trucks sich einer besonderen Herausforderung gestellt: Gemeinsam mit dem Umbaupartner Hellgeth Engineering entstand der bislang stärkste hochgeländegängige Unimog als Showcar für das Luxussegment mit verbesserter Leistung und erweiterten Komfortmerkmalen. Mit dieser Luxusversion setzt der Hersteller im Unimog-Segment neue Massstäbe und erfüllt einen langgehegten Wunsch vieler internationaler Kunden: die seit Jahrzehnten nahezu unerreichten Geländefahreigenschaften des Unimog durch noch mehr Leistungsstärke und ein unverwechselbares Design zu ergänzen.
Wem die G-Klasse inzwischen zu Mainstream geworden ist, greift zu einem grösseren Kaliber.
Einmalige Luxusversion geht an Kunden
Das Showcar, basierend auf dem für härtesten zivilen und militärischen Einsatz konzipierten Unimog, ist in dieser technischen Ausführung bisher einmalig. Um wertvolle Erkenntnisse für eine mögliche Entwicklungsstufe zu sammeln, wird das Fahrzeug im kommenden Jahr im realen Praxiseinsatz von einem Kunden getestet.
Mercedes-Benz Special Trucks lüftet den Nebel um den luxuriösesten Unimog aller Zeiten.
Franziska Cusumano, CEO Mercedes-Benz Special Trucks: «Mit dem Showcar des Luxus-Unimog haben wir unsere Vision verwirklicht, die legendäre Robustheit und Geländegängigkeit des Unimog mit einem völlig neuen Anspruch an Komfort und Ingenieurskunst zu verbinden. Dieser Unimog ist ein Statement für Innovation und Leidenschaft.»
Der luxuriöse Unimog basiert auf dem hochgeländegängigen Unimog U 4023 mit Portalachsen und verwindungsfähigem Rahmen. In Kombination mit dem zuschaltbaren Allradantrieb und den Längs- und Differenzialsperren in beiden Achsen gewährleistet er auch in schwierigem Gelände die nötige Traktion und Kontrolle.
Das spektakuläre Exterieur des Unimog ist SUV-inspiriert.
Motor aus dem Lkw-Programm von Mercedes-Benz
Der serienmässige Vierzylindermotor wurde durch einen Mercedes-Benz-Sechszylinder OM 936 mit 220 kW (300 PS) ersetzt, der u.a. in den Modellen Antos, Actros und Arocs verbaut wurde. Diese Modifikation sorgt für höhere Leistung, optimierte Getriebeabstimmung und gesteigerten Fahrkomfort. Die Doppelkabine bietet Platz für bis zu vier Personen. Ebenfalls verbaut wurde ein MirrorCam-System: Digitale Kameras und Monitore ersetzen die klassischen Aussenspiegel und können so für verbesserte Rundumsicht und erhöhte Sicherheit sorgen.
In der Kabine finden sich hochwertige Lederoberflächen und ergonomische Sitze.
Das spektakuläre Exterieur des Unimog ist SUV-inspiriert und umfasst eine mattgraue Lackierung, 20-Zoll-Aluminium-Beadlock-Felgen sowie ein markantes Lichtkonzept mit modernen LED-Scheinwerfern. In der Kabine unterstreichen hochwertige Lederoberflächen, ergonomische Sitze mit farbigen Steppnähten, Leder-Fußmatten und LED-Beleuchtung den Premium-Anspruch.
Batterie-Update und Allradsystem für Ford E-Transit Custom
SCHNELLER LADEN, WEITER FAHREN Die nutzbare Batteriekapazität erhöht sich von 64 auf 70 kWh, die Reichweite steigt auf 373 Kilometer. Alle Updates gelten auch für den E-Tourneo Custom. Und Dank Over-the-air Update verkürzt sich auch für alle bereits ausgelieferten Fahrzeuge die Ladezeit.
Redaktion: Henrik Petro
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18. Dezember 2025
Optimierte Traktion auch auf Schnee: Der E-Transit Custom ist ab 2026 mit intelligentem Allradsystem erhältlich.
Ford Pro wertet den E-Transit Custom auf: Die nutzbare Kapazität seiner Antriebsbatterie steigt von 64 auf 70 kWh. Damit legt die batterieelektrische Version von Europas meistverkauftem Transporter um fast 13 Prozent Reichweite zu und erhält einen Aktionsradius von bis zu 373 Kilometern. Gleichzeitig erhöht Ford Pro die Ladegeschwindigkeit. An einem Gleichstrom-Schnellader (DC) mit 125 kW lässt sich die Batteriekapazität des E-Transit Custom künftig in nur rund 29 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufladen ─ also rund 10 Minuten schneller als bisher. Anders ausgedrückt: An vollgepackten Arbeitstagen gewinnt der E-Transit Custom in nur zehn Minuten genug Energie für rund 111 weitere Kilometer. Von der Aufwertung der Batterie profitieren alle Versionen des E-Transit Custom und des Multifunktions-Vans E-Tourneo Custom, die ab Anfang 2026 vom Band rollen. Dann ist auch das intelligente Allradsystem verfügbar.
Durch den vergrösserten Aktionsradius eignet sich der E-Transit Custom, zum Preis ab 59’230 Schweizer Franken (brutto) erhältlich, für noch mehr Einsätze. Das schnellere Nachladen ermöglicht zudem einen erheblichen Zeitgewinn. Beides kommt gewerblichen Kunden von Ford Pro unmittelbar zugute, denn durch das Batterie-Update des E-Transit Custom können auch solche Unternehmen auf Elektromobilität umsteigen, die bisher noch mit der Elektrifizierung ihres Fuhrparks gezögert haben.
Schnelleres Laden auch für alle bisherigen E-Transit Custom
Auch für Betriebe, die bereits seit dem Debüt 2024 auf den batterieelektrischen Transporter der 1,0-Tonnen-Nutzlastklasse setzen, gibt es gute Nachrichten: Mittels Over-the-air Updates (OTA) lässt sich die Laderate der bisherigen 64-kWh-Batterie deutlich steigern. Benötigte ein Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent der nutzbaren Kapazität bislang etwa 39 Minuten, ist dies künftig in rund 25 Minuten erledigt. Dies entspricht einer Einsparung von rund 14 Minuten pro Ladestopp – für viel beschäftigte Unternehmen ein erheblicher Zugewinn an produktiver Zeit.
Für das Schwestermodell E-Tourneo Custom gilt auch hier: Der Personentransporter profitiert von denselben Verbesserungen wie der E-Transit Custom und lädt nach dem OTA-Update ebenfalls erheblich schneller.
Dank Over-the-air Update verkürzt sich auch für alle bereits ausgelieferten E-Transit Custom und E-Tourneo Custom die Ladezeit um fast ein Drittel.
Neues Allradsystem in drei Leistungsstufen ermöglicht 2,3 Tonnen Anhängelast
Gleichzeitig mit der grösseren Batterie stattet Ford Pro den E-Transit Custom ab Anfang 2026 mit einem neuen Allradsystem aus. Die Allrad-Variante des E-Transit Custom ist ab 63’730 Schweizer Franken (brutto) erhältlich. In der optionalen Allrad-Variante ergänzt ein Hochleistungs-Elektromotor an der Vorderachse den serienmässigen Heckantrieb. Eine elektronische Steuerung verteilt das Drehmoment je nach Fahrsituation präzise auf die vier Räder. Das Allradsystem steht in allen drei Leistungsstufen – 100 kW (136 PS), 160 kW (218 PS) oder 210 kW (285 PS) – zur Wahl, ist jedoch nicht mit allen Ausstattungsvarianten kombinierbar.
Durch die optimierte Traktion können Unternehmen den E-Transit Custom AWD (All-Wheel Drive) noch sicherer bei anspruchsvollen Fahrbahnverhältnissen einsetzen, beispielsweise auf unbefestigten Streckenabschnitten, auf schlammigen Baustellenzufahrten, in bergigem Gelände oder bei verschneiten Strassen. Der Schlüssel dazu liegt in der intelligenten Steuerung. Das AWD-Regelsystem misst bis zu 50 Mal pro Sekunde das mögliche Durchdrehen eines Rades und erfasst damit kontinuierlich den zur Verfügung stehenden Grip. Auf dieser Basis passt es die Drehmomentverteilung an alle vier Räder in Echtzeit an.
Im Unterschied zu konventionellen Allradantrieben, die eine mechanische Verbindung aufweisen, arbeiten die beiden elektrischen Antriebseinheiten völlig unabhängig voneinander. Daher kann beispielsweise bei einem Verlust der Traktion an den Hinterrädern die vordere Antriebseinheit eingreifen und ihr volles Drehmoment auf die Vorderräder übertragen.
Je nach Anforderung arbeiten beide Antriebseinheiten gleichzeitig – etwa im Trailer-Betrieb. Wer den E-Transit Custom AWD mit 210 kW (285 PS) Leistung ordert, kann eine Anhängelast von 2300 Kilogramm an den Haken nehmen und geniesst aus dem Stand ein Motormoment von 630 Nm. Dieser Wert liegt um mehr als 50 Prozent höher als beim heckgetriebenen E-Transit Custom und erlaubt müheloses Anfahren an Steigungen auch mit voller Nutzlast.
Die beiden elektrischen Antriebseinheiten arbeiten Hand in Hand mit dem fortschrittlichen elektronischen Stabilisierungsprogramm und der Traktionskontrolle des E-Transit Custom. So lassen sich die vier Räder nicht nur individuell mit Leistung versorgen, sondern auch unabhängig voneinander abbremsen. Das System überwacht kontinuierlich die Lenkbewegungen des Fahrers und kann mithilfe von «Fuzzy-Logik» Drehmoment und Bremskraft einsetzen, um den Transporter in der Spur zu halten. Das kommt auf einer regennassen Autobahn oder einem unbefestigten Weg ebenso zum Tragen wie in Situationen, in denen die rechte und linke Spur unterschiedlich griffig sind. In Kurven wiederum hilft diese Eingriffsmöglichkeit sehr effektiv, ein Über- oder Untersteuern zu verringern.
Beim intelligenten Allradsystem des E-Transit Custom arbeiten die beiden elektrischen Antriebseinheiten an Vorder- und Hinterachse unabhängig voneinander und die vier Räder lassen sich individuell mit Leistung versorgen.
Anders als Allradsysteme in Verbindung mit Verbrenner-Motoren hilft das System im batterieelektrischen E-Transit Custom sogar, Energie zu sparen. Da er über zwei Antriebseinheiten verfügt, können auch beide rekuperieren. Das System ist so kalibriert, dass es im Vergleich zum elektrischen Heckantrieb bis zu 50 Prozent mehr Bremsenergie zurückgewinnt.
Um die Vorzüge des Allradsystems optimal einzusetzen, stattet Ford Pro den E-Transit Custom AWD mit den Fahrmodi «Rutschig» und «Trail» aus. Der Rutschig-Modus begrenzt den Schlupf auf nassen, vereisten oder schlammigen Oberflächen auf ein Minimum. Die Fahrdynamik bleibt erhalten und der Fahrer profitiert auch bei widrigen Umständen vom berechenbaren Fahrverhalten. Der Trail-Modus kommt auf anspruchsvollsten Untergründen – wie Schotter oder sandbedecktem Asphalt – zum Tragen und lässt dort mehr Radschlupf zu. Dieses kontrollierte Durchdrehen der Reifen trägt dazu bei, dass das Fahrzeug auf sehr losen Untergründen vorhersehbarer und stabiler fährt.
Grosse Auswahl an Varianten für E-Transit Custom AWD
Der E-Transit Custom mit Allradantrieb steht in einer grossen Vielfalt zur Wahl: Ford Pro bietet ihn in den Karosserieversionen Kastenwagen Lkw, Doppelkabine, MultiCab, Kombi Pkw und Tourneo Custom Bus an. Er ist in den funktionalen Ausstattungslinien Trend und Limited in den markanten Designs Trail und Sport erhältlich. Der 210-kW-Antrieb (285 PS) bleibt exklusiv der Modellvariante Sport vorbehalten.
Das neue AWD-System zieht in Verbindung mit den Leistungsstufen 160 kW (218 PS) oder 210 kW optional auch in den Multifunktions-Van E-Tourneo Custom ein. Der E-Tourneo Custom AWD ist ab der Ausstattungsvariante Titanium ab 76’030 Schweizer Franken (brutto) erhältlich. Kunden können beim E-Tourneo Custom AWD zwischen den attraktiven Ausstattungslinien Titanium, Titanium X, Active und Sport wählen, wobei sich der Antriebsstrang mit 210 kW (285 PS) nur mit der Topversion Titanium X und Sport kombinieren lässt.
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