Reichweiten von 550 Kilometer bei der Zingg Transporte AG

ERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN Bei der Evaluation war die Rede von knapp über 400 Kilometer. Dass man mit einem BEV Scania 40R A 4×2 NB jedoch 550 Kilometer Reichweite wird erzielen können, daran glaubte in den kühnsten Träumen selbst bei der Zingg Transporte AG in Hedingen niemand.

Dank der hohen Reichweite kann der Scania 40R A 4×2 NB für Liefertouren in der ganzen Schweiz eingesetzt werden.

Tatsächlich ist das aber schon in den ersten Monaten im Einsatz bei der Zingg Transporte AG mehrfach eingetroffen, wie Markus Baumann, Leiter Transport und Mitglied der Geschäftsleitung, auf Anfrage zu berichten wusste. So konnte die neue BEV-Sattelzugmaschine seit Ende Juni bereits weit über 40.000 Kilometer zurücklegen und dies ohne nennenswerte Störungen oder Ausfälle. Auf die Frage, ob die Erwartungen in die neue vollelektrische Sattelzugmaschine erfüllt wurden, antwortete Baumann mit einem kurzen und deutlichen «Ja, sehr zufrieden».

Fahrer der Zingg Transporte AG spielt das Zünglein an der Waage

Was den Fahrzeugverantwortlichen schnell aufgefallen ist, war die akribische und umsichtige Arbeit des Fahrers. Er dokumentierte jede Tour mit Wetterbedingungen und erreichten Kilometern, und wertete das aus persönlichem Interesse aus. So konnte die Reichweite Tag für Tag besser nachvollzogen werden. Dass dabei Spitzenreichweiten von weit über 500 Kilometern erreicht werden konnten, erstaunte jedoch alle involvierten Personen, inklusive des Fahrers.

Die geräumige und komfortable CR20H-Kabine bietet dem Fahrer auf seinen Touren einen höchstmöglichen Komfort.

Scania 40R A 4×2 NB

Als Basis für die erste vollelektrische Scania-Sattelzugmaschine diente ein vollluftgefederter 40R A 4×2 NB mit einem Radstand von 4150 mm. Zur optimalen Einhaltung der Achslasten verfügt der neue BEV Scania an der Vorderachse über eine Tragkraft von 9 t und an der Hinterachse über 13 t. Als Fahrerhaus wurde eine geräumige und komfortable CR20H-Kabine gewählt, welche dem Fahrer auf seinen Touren einen höchstmöglichen Komfort mit maximaler Geräuschdämmung bietet. Denn Montagmorgen wird eingestiegen und Freitagabend oder am Samstag wieder ausgestiegen. Deshalb bietet die CR20H-Kabine höchsten Komfort.

Das Kühlgerät an der Stirnwand des Aufliegers wird vom Zugfahrzeug aus rein elektrisch betrieben.

Vollelektrisches Kühlgerät

Nicht nur der BEV Scania verfügt über einen vollelektrischen Antrieb, auch das Kühlgerät an der Stirnwand des Aufliegers wird vom Zugfahrzeug aus rein elektrisch betrieben. Insgesamt sind vier CO₂-neutrale Nutzfahrzeuge, im modernen und neu 142 schwere Nutzfahrzeuge umfassenden Fuhrpark der Zingg Transporte AG im Einsatz. 2021 stiess ein erster Wasserstoff-Anhängerzug zum Fuhrpark und im letzten Jahr kamen noch eine erste 4×2-Sattelzugmaschine und ein 6×2*4-Solo-Fahrzeug von Volvo hinzu. Mit der Inbetriebnahme der ersten Scania-BEV-Sattelzugmaschine stiess dann ein nächstes schweres Nutzfahrzeug hinzu, welches im Grossen und Ganzen eine herkömmliche Sattelzugmaschine ersetzen konnte. Dank der hohen Reichweite kann der Scania 40R A 4×2 NB für Liefertouren in der ganzen Schweiz eingesetzt werden, was das Disponieren deutlich vereinfacht.

Zingg Transporte AG mit eigener Ladeinfrastruktur in Villmergen

Dreh- und Angelpunkt der neuen Scania 40R A 4×2-NB-Sattelzugmaschine ist der Standort Villmergen im Kanton Aargau. Dort laufen alle «Fäden» zusammen, weshalb man sich auch entschlossen hat, drei eigene Ladestationen mit je einer Leistung von 384 kW zu realisieren. Von dort aus geht es dann Richtung Ostschweiz und wieder zurück nach Villmergen, wo es dann auch schon Richtung Westschweiz losgeht. Dank der hohen Reichweite der Scania-BEV-Sattelzugmaschine muss diese auf ihren Touren nie nachladen – betriebswirtschaftlich ein grosser Vorteil.

Seit 1968 ist die Zingg Transporte AG ein starker Partner für temperaturgeführte Logistik.

Aktives und ausgezeichnetes Lean& Green Europe-Mitglied

Die Zingg Transporte AG übernimmt auch Verantwortung für Umwelt und Zukunft. Dank konsequenter Umsetzung ihres Aktionsfahrplans hat sie die fortgeschrittenen Teilziele erreicht und die CO₂-Emissionen so um 30 Prozent reduziert. Für dieses Engagement wurde das Unternehmen an der Award Night von Juni 2025 im Kursaal Bern mit dem international anerkannten «2nd Star Lean&Green» ausgezeichnet – ein starkes Signal für nachhaltige Logistik in der Schweiz, auf welches man in der Unternehmung mehr als nur stolz ist, wie Conny Baumann Zingg berichtet.

Zingg Transporte AG Hedingen

Seit 1968 ist die Zingg Transporte AG ein starker Partner für temperaturgeführte Logistik. Aus dem Familienbetrieb in Hedingen entwickelte sich einer der führenden Schweizer Spezialisten für Kühl- und Tiefkühltransporte. Mit modernster Infrastruktur und höchster Zuverlässigkeit bringt diese Lebensmittel kompetent und zuverlässig ans Ziel. In Kooperation mit der Gebinde Logistik Center AG bietet sie zudem umfassende Logistiklösungen aus einer Hand.

Deutsche Bahn bestellt mehr als 3000 Busse von MAN Truck & Bus

GROSSTEIL ELEKTROBUSSE Hersteller MAN und die Deutsche Bahn schlossen einen Rahmenvertrag über mehr als 3000 Busse. Der Beschaffungsauftrag umfasst Stadt- und Überlandbusse der Typen MAN Lion’s City, MAN Lion’s City E und MAN Lion’s Intercity LE. Seit 2010 wurden fast 5000 MAN-Busse ausgeliefert.

Hersteller MAN und die Deutsche Bahn schlossen einen Rahmenvertrag über mehr als 3000 Busse. Der Beschaffungsauftrag umfasst Stadt- und Überlandbusse der Typen MAN Lion’s City, MAN Lion’s City E und MAN Lion’s Intercity LE. Seit 2010 wurden fast 5000 MAN-Busse ausgeliefert.

MAN Truck & Bus erhält als Hauptlieferant bei der grössten Bus-Vergabe der Unternehmensgeschichte der Deutschen Bahn (DB) den Zuschlag. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wurde ein Rahmenvertrag über mehr als 3000 Fahrzeuge mit der Deutschen Bahn abgeschlossen. Ein erheblicher Anteil der zu liefernden Busse wird vollelektrisch betrieben sein – ein starkes Signal für nachhaltige Mobilität im öffentlichen Nahverkehr.

«Der neue Rahmenvertrag mit der Deutschen Bahn ist ein historischer Beschaffungsauftrag und ein herausragender Vertrauensbeweis für unsere Produkte und unsere Mannschaft», sagt Alexander Vlaskamp, CEO bei MAN Truck & Bus. «Dass ein erheblicher Anteil der Fahrzeuge vollelektrisch sein wird, unterstreicht eindrucksvoll, welchen Beitrag die Deutsche Bahn und MAN zur nachhaltigen Transformation des öffentlichen Verkehrs leisten.»

In den vergangenen 15 Jahren wurden nahezu 5000 MAN-Busse an die Deutsche Bahn geliefert.

Partnerschaft bereits seit 2010

Die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen zählt zu den erfolgreichsten Kooperationen im Busmarkt weltweit. In den vergangenen 15 Jahren wurden nahezu 5000 MAN-Busse an die Deutsche Bahn geliefert, die heute zuverlässig im Stadt- und Überlandverkehr unterwegs sind. Mit dem neuen Rahmenvertrag, der die Zusammenarbeit deutlich erweitert, kann die Deutsche Bahn aus einer breiten Palette an Fahrzeugen abrufen. Eingesetzt werden die Busse für die Regionalverkehrstochter DB Regio AG in ganz Deutschland.

Harmen van Zijderveld, DB-Vorstand für Regionalverkehr: «Mit den neuen Bussen kommen unsere Fahrgäste weiterhin zuverlässig, komfortabel und umweltfreundlich ans Ziel. Die langlaufenden Verträge garantieren, dass wir immer moderne Fahrzeuge haben und diese eng mit den Herstellern weiterentwickeln können. Dass der weitaus grösste Anteil der Busse von einem Münchner Hersteller kommt, ist eine gute Nachricht für den Industriestandort Deutschland.»

Für den Stadtverkehr steht die vielseitige MAN Lion’s City Familie mit effizienter Antriebstechnologie im Mittelpunkt.

Dennis Affeld, Vorsitzender der Geschäftsführung von MAN Truck & Bus Deutschland: «Die Deutsche Bahn erhält mit diesem Rahmenvertrag ein extrem flexibles Gesamtpaket aus effizienten Verbrennern, Hybridmodellen und vollelektrischen Bussen. Wir bieten die passende Technologie für jede Linienanforderung an und tragen gleichzeitig dazu bei, die Klimaziele der kommenden Jahre erreichbar zu machen.»

MAN liefert effiziente Verbrenner, innovative Hybridmodelle und nachhaltige E-Busse

Für den Überlandverkehr sollen Fahrzeuge des Typs MAN Lion’s Intercity LE in drei Längenvarianten geliefert werden. Das Low-Entry-Modell verbindet hohen Fahrkomfort mit effizientem Treibstoffverbrauch und überzeugt durch modernes Design und praktische Einsatzflexibilität.

Für den Stadtverkehr steht die vielseitige MAN Lion’s City Familie mit effizienter Antriebstechnologie im Mittelpunkt. Die Deutsche Bahn kann aus einem breiten Sortiment von Niederflurbussen mit konventionellem Diesel- oder CNG-Antrieb wählen. Das MAN EfficientHybrid-System unterstützt dabei zusätzlich einen sparsamen Betrieb und trägt zu niedrigen Lebenszykluskosten bei.

Für den Überlandverkehr sollen Fahrzeuge des Typs MAN Lion’s Intercity LE in drei Längenvarianten geliefert werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der vollelektrischen und mehrfach prämierten Baureihe MAN Lion’s City E. Ein erheblicher Anteil der zu liefernden Fahrzeuge sind nachhaltige Stadtbusse mit batterieelektrischem Antrieb – wählbar als 10-, 12- oder 18-Meter-Variante. Die kompakten 10-Meter-Busse eignen sich ideal für enge Innenstadtbereiche, während die 12-Meter-Version eine ausgewogene Kombination aus Raumangebot, Fahrkomfort und Agilität bietet. Die 18-Meter-Variante ist optimal für stark frequentierte Linien mit hohem Fahrgastaufkommen.

Mit dem Rahmenvertrag ab 2027 bis 2032 stärken MAN Truck & Bus und die Deutsche Bahn ihre langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und setzen gemeinsam ein klares Zeichen für eine nachhaltige, effiziente und zukunftsorientierte Mobilität im öffentlichen Personenverkehr.

Doll Next Tiefbetten starten in Serie

TIEFBETTAUFLIEGER Robuste Pendelachstechnik, intelligente Assistenzsysteme und moderne Fertigung bilden die Basis eines modularen und kundennahen Serienkonzepts. Vor der Auslieferung lassen sich die Auflieger über zahlreiche Zusatzoptionen präzise an Kundenanforderungen anpassen.

Mit Doll Next stellt Doll Fahrzeugbau die nächste Generation seiner Tiefbettauflieger vor. Die Fahrzeugserie erfüllt die steigenden Anforderungen an Nutzlast, Einsatzvielfalt und digitale Steuerung im Schwerlasttransport.

Mit Doll Next stellt Doll Fahrzeugbau die nächste Generation seiner Tiefbettauflieger vor. Die Fahrzeugserie erfüllt die steigenden Anforderungen an Nutzlast, Einsatzvielfalt und digitale Steuerung im Schwerlasttransport.«Doll Next ist das Resultat einer grundlegend modernisierten Fertigung, ausgerichtet auf die Anforderungen moderner Schwerlastlogistik», sagt Markus Erdrich, Vertriebsleiter bei Doll Fahrzeugbau. «Das Gesamtkonzept aus unserer Verarbeitungsqualität, robuster Achstechnologie, digitaler Steuerung und hoher Wirtschaftlichkeit ist in der Branche einzigartig.»

Die neue Aufliegerserie entsteht in einem umfassend modernisierten Fertigungsprozess, der das bestehende Produktionsnetzwerk strategisch ergänzt. «Um die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen Schwerlastfahrzeugen zuverlässig bedienen zu können, haben wir ein neues Werk in Ungarn aufgebaut», betont Erdrich. Die hoch spezialisierten Produktionslinien sind mit modernster Fertigungstechnik ausgestattet. «Die Lage im Herzen Europas hilft uns zudem, unsere Lieferketten effizienter zu gestalten», so Erdrich weiter.

Trotz Serienfertigung bleibt die Konfiguration in Kundenhand: Ladeflächenbreiten, Böden oder Bordwände lassen sich flexibel kombinieren. Die intelligente Serienproduktion in Verbindung mit individuellen Optionen ist ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie von Doll. «Doll Next zeigt, dass man auch in Serie nah am Kunden bauen kann», sagt Erdrich. «Zusätzlich fertigt Doll auch weiterhin individuelle Fahrzeuge für Kunden, die massgeschneiderte Lösungen benötigen.»

Robuste Konstruktion, präzise Steuerung, einfache Wartung

Das Rückgrat der Doll-Next-Tiefbetten bildet ein auf maximale Nutzlast ausgelegter, gewichtsoptimierter Stahlrahmen. Die serienmässig verbaute Pendelachse «Doll tera» ermöglicht eine niedrige Ladehöhe von nur 300 Millimetern und bietet durch ihren hohen Achshub besondere Vorteile auf unebenem Terrain. Der Fahrwerkshub von bis zu 600 Millimetern hilft dem Fahrer, Höhenunterschiede auszugleichen und die Ladefläche anzuheben. Gleichzeitig hält die Pendelachse das Fahrzeug auch auf anspruchsvollem Untergrund waagerecht. Ein Lenkeinschlag von bis zu 60 Grad erleichtert das Rangieren auf engstem Raum.

Ein weiterer Vorteil ist die hohe Langlebigkeit: Oberarm und Achsschwinge sind besonders robust konstruiert, der optimal positionierte Bremszylinder sorgt für maximale Bodenfreiheit und bleibt selbst bei Reifenschäden geschützt. Alle Lagerstellen und Leistungskomponenten sind an die Zentralschmierung angeschlossen. Das vereinfacht die Wartung und erhöht die Lebensdauer.

Smarte Steuerung auch per Fernbedienung bei Doll Next serienmässig

Ebenfalls bei Doll Next serienmässig an Bord: das digitale Assistenzsystem Doll tronic. Damit greift der Fahrer über ein Keypad am Schwanenhals auf alle zentralen Funktionen des Aufliegers zu. Die Ausstattungsvariante Doll control ersetzt das Keypad durch ein 7-Zoll-Farbdisplay und macht Reifendruck, Gewichtsverteilung, Lastpositionierung sowie die Position der Abdrückzylinder auf einen Blick sichtbar. Alle Funktionen von Doll control lassen sich auch über die Funkfernbedienung Doll connect steuern. So kann der Fahrer aus dem Fahrerhaus in die Lenkung des Aufliegers eingreifen, die Fahrhöhe anpassen oder zuvor eingestellte Fahrniveaus wählen. Nach manuellem Nachlenken genügt ein Knopfdruck, und die Elektronische Einspurung (EEP) berechnet automatisch den optimalen Lenkwinkel. Der Auflieger spurt auch bei langsamer Kurvenfahrt zuverlässig wieder ein.

Langlebigkeit unterstützt durch europaweiten Service

Nicht nur die Pendelachse, auch der Stahlrahmen des Next-Aufliegers ist auf Langlebigkeit ausgelegt. Eine Spritzverzinkung des gesamten Stahlbaus schützt effektiv gegen Korrosion; pulverbeschichtete, feuerverzinkte und Edelstahlanbauteile erhöhen die Beständigkeit zusätzlich. Ergänzend profitieren Kunden vom europaweiten Service des Spezialfahrzeugbauers. Mit mehr als 130 Servicepartnern bietet Doll Unterstützung über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus – von Reparatur und Wartung über Ersatzteile bis hin zum technischen Support.

Die Doll-Next-Tiefbettauflieger sind ab sofort bestellbar und wahlweise in einer 2- oder 3-Achsausführung erhältlich.

Täglich über 1000 km: eActros 600 im schwedischen Fernverkehr

ELEKTRIFIZIERUNG Dass Elektro-Lkw im Fernverkehr wirtschaftlich eingesetzt werden können, zeigt das Unternehmen WLX WeLink Express im schwedischen Malmö. Das Unternehmen hat als erster Transportdienstleister in Schweden den Mercedes-Benz eActros 600 als Sattelzugmaschine in Betrieb genommen.

Mit einer Gesamtlänge von bis zu 25,25 Metern, sieben Achsen und einem Gesamtgewicht von 36 Tonnen ist der eActros 600 bis zu 18 Stunden pro Tag auf zwei Touren unterwegs.

Der im schwedischen Fernverkehr fahrende eActros 600 wird von WLX WeLink Express derzeit für DHL eingesetzt – als Gliederzug mit Trailer auf einer Strecke von über 1000 Kilometern, die von mehreren Fahrern gemeinsam bewältigt wird. Mit einer Gesamtlänge von bis zu 25,25 Metern, sieben Achsen und einem Gesamtgewicht von 36 Tonnen ist der eActros 600 für den internationalen Logistikdienstleister an fünf Tagen pro Woche bis zu 18 Stunden pro Tag auf zwei Touren zwischen Malmö, Jönköping und Emmaboda unterwegs. Der Elektro-Lkw erreicht dabei zuverlässig eine Reichweite von 500 Kilometern – selbst dann, wenn mehr als die Hälfte der Tagesstrecke im schwedischen Fernverkehr als Gliederzug gefahren wird.

Um die Effizienz im Betrieb zu erhöhen, nutzt WLX WeLink Express jede Pause zum Nachladen des Fahrzeugs. Zukünftig soll der eActros 600 auch auf Rundfahrten nach Göteborg innerhalb der Nachschicht eingesetzt werden.

Über den eActros 600

Mercedes-Benz Trucks feierte den Serienstart des eActros 600 Ende November vergangenen Jahres im Mercedes-Benz-Werk Wörth. Seit Dezember 2024 wird er an Kunden ausgeliefert und ist zwischenzeitlich in über 15 europäischen Ländern im täglichen Einsatz auf der Strasse unterwegs. Das Elektro-Flaggschiff unter den Mercedes-Benz-Trucks hatte sein Können schon vor seinem Serienstart mehrfach unter Realbedingungen bewiesen: im Kundeneinsatz, im Rahmen der «eActros 600 European Testing Tour 2024», einer über 15.000 Kilometer langen vollelektrischen Entwicklungsfahrt durch insgesamt 22 Länder, sowie der «European Testing Tour Winter 2025» auf rund 6500 Kilometern durch Nordeuropa – jeweils mit 40 Tonnen Gesamtzuggewicht. Des Weiteren wurde der E-Lkw zum «International Truck of the Year 2025» gekürt. Ausschlaggebend für die Auszeichnung war unter anderem das technologische Gesamtkonzept aus elektrischer Antriebsachse und LFP-Zelltechnologie.

Täglich über 1000 Kilometer: Der eActros 600 unterwegs im schwedischen Fernverkehr.

Im schwedischen Fernverkehr mit Zwischenladen

Die hohe Batteriekapazität von über 600 Kilowattstunden – daher die Typbezeichnung 600 – sowie eine neue, besonders effiziente elektrische Antriebsachse aus eigener Entwicklung, ermöglichen eine Reichweite des eActros 600 von 500 Kilometern, ohne Zwischenladen. Diese Reichweite wird unter sehr realistischen, praxisnahen Bedingungen mit 40 Tonnen Gesamtzuggewicht erreicht und kann je nach Fahrweise und Strecke auch deutlich übertroffen werden.

MAN-eTGL-Kühlkoffer-Variante feierte Weltpremiere

SOLUTRANS 2025 MAN Truck & Bus stellte in Lyon eine neue Variante seines vollelektrischen MAN eTGL-Fahrgestells speziell für Kühlkoffer-Aufbauten vor. Damit ermöglicht der 12-Tonner nun auch den lokal emissionsfreien und sehr leisen Verteiler-Transport temperaturempfindlicher Waren wie Lebensmittel.

MAN eTGL 12-Tonnen-Chassis: bis zu 6,6 Tonnen Nutzlast, bis zu 310 Kilometer Reichweite und nur rund 35 Minuten Ladedauer – jetzt auch für Kühlaufbauten.

Eine Hochvolt-Schnittstelle ermöglicht die direkte Versorgung des Kühlaggregats der eTGL-Kühlkoffer-Variante aus dem Fahrzeugnetz – effizient und gewichtsoptimiert. Das vollelektrische Kühl-Logistikportfolio von MAN umspannt damit zwölf bis 42 Tonnen. Mit 160 kWh nutzbarer Batteriekapazität beträgt die Reichweite des MAN eTGL, je nach Aufbau und Einsatz, ohne Zwischenladen bis zu 310 Kilometer – mehr als ausreichend für typische Tagestouren im urbanen und regionalen Verteilerverkehr. Innovative Schnellladetechnologie lädt die beiden Batterien in rund 35 Minuten von zehn bis 80 Prozent wieder auf. Pausen- und Entladezeiten können so optimal genutzt und die Tagesreichweite auf bis zu 600 Kilometer erhöht werden.

Eine Hochvolt-Schnittstelle ermöglicht die direkte Versorgung des Kühlaggregats aus dem Fahrzeugnetz – effizient und gewichtsoptimiert.

MAN-eTGL-Kühlkoffer-Variante ergänzt Portfolio

«Mit dem neuen eTGL für die Kühl-Logistik erweitern wir das Einsatzspektrum unseres leichten eTrucks erheblich. Zusammen mit eTGX und eTGS haben wir nun ein hocheffizientes Zero-Emission-Portfolio für die temperaturgeführte Logistik – vom innerstädtischen Verteilerverkehr bis zum Ferntransport», sagt Friedrich Baumann, Vorstand Sales & Customer Solutions bei MAN Truck & Bus.

Wie seine grossen Brüder eTGX und eTGS profitiert der MAN eTGL von aktuellen Effizienzverbesserungen: sparsamere Nebenaggregate, konsequentere Abwärmenutzung und verbesserte Fahrfunktionen erhöhen die Reichweite um rund zehn Prozent. Ein eTGX Sattelzug mit sechs Batterien erreicht nun bis zu 570 Kilometer, ein eTGX Solo-Fahrgestell mit Kofferaufbau bis zu 870 Kilometer ohne Zwischenladen.

MAN Truck & Bus zeigte auf der Solutrans 2025 sein gesamtes Zero-Emission-Portfolio.

Praxisbewährte Effizienz aus dem MAN eTruck-Baukasten

Der MAN eTGL basiert auf dem bewährten 12-Tonnen-Modell aus dem Dieselportfolio. Mit bis zu 6,6 Tonnen Nutzlast, einem Radstand von 4500 mm, Aufbaulängen zwischen 6200 und 7300 mm und dem Fahrerhauseinstieg mit nur einer Stufe ist der eTGL ideal für den urbanen Verteilerverkehr. Das volldigitale 12,3-Zoll-Display informiert über Ladezustand, Reichweite und Energieverbrauch. Für Energieversorgung und Antrieb bedient sich der eTGL des gleichen Elektro-Komponenten-Baukastens wie die schweren eTruck-Baureihen MAN eTGX und eTGS. Dazu gehören die von MAN entwickelten und im Werk Nürnberg produzierten Batteriepakete mit je 80 kWh nutzbarer Batteriekapazität sowie die zentral im Rahmen verbaute kleinste der drei verfügbaren Antriebsvarianten mit 285 PS starkem Elektromotor und Zweigang-Getriebe.

Rapelli setzt auf Sprinter für frische Spezialitäten in der Schweiz

TRADITION TRIFFT TECHNIK Rapelli kombiniert jahrzehntelange Handwerkskunst mit präziser Logistik und flexiblen Mercedes-Benz Sprintern. Die zuverlässigen Fahrzeuge sichern Qualität, Frische und Effizienz – von Stabio bis in die ganze Schweiz.

Jedes Fahrzeug ist individuell mit dem Rapelli-Design gestaltet und vermittelt die Werte von Qualität und Zuverlässigkeit direkt beim Kunden.

«Frische und Qualität von Stabio in die ganze Schweiz bringen» – das ist die Mission von Rapelli, einem Familienunternehmen mit Tradition seit 1929. Was als kleine Salumeria von Mario Rapelli begann, ist heute ein Referenzbetrieb für hochwertige Fleischspezialitäten. Die Produkte, darunter das berühmte Pioradoro, vereinen traditionelles Handwerk mit moderner Produktionsweise.

Damit diese Spezialitäten frisch und in einwandfreiem Zustand beim Kunden ankommen, setzt Rapelli auf den Mercedes-Benz Sprinter. Die Fahrzeuge sind mit zwei separaten Compartments ausgestattet: +4 °C für Frischwaren und −18 °C für Tiefkühlprodukte. Die Temperatur wird über die gesamte Lieferkette konstant gehalten, auch bei voller Beladung oder auf anspruchsvollen Strecken, zum Beispiel in bergigem Terrain oder auf innerstädtischen Lieferwegen. Flexible Ladeflächen und speziell angepasste Ladungssicherungen ermöglichen es, unterschiedliche Produkte effizient zu transportieren, selbst bei häufigen Türöffnungen. So lassen sich die Abläufe im Tagesgeschäft exakt auf die Bedürfnisse der Kunden abstimmen.

Rapelli-Logistikteam schätzt Effizienz und Komfort

«Neben dem Schutz der Produktqualität schätzen wir besonders die Effizienz der Fahrzeuge und den Komfort für unsere Fahrer: Sie verändern den Rhythmus der Lieferungen und reduzieren die Müdigkeit auf gemischten Stadt- und Überlandstrecken», sagt das Logistikteam von Rapelli. Neben der Funktionalität übernehmen die Sprinter auch die Rolle eines Markenbotschafters: Jedes Fahrzeug ist individuell mit dem Rapelli-Design gestaltet und vermittelt die Werte von Qualität und Zuverlässigkeit direkt beim Kunden. Mit dem Mercedes-Benz Sprinter kann Rapelli sowohl die Anforderungen an Frische und Produktschutz erfüllen als auch effiziente und planbare Lieferungen sicherstellen. Die Fahrzeuge verbinden Zuverlässigkeit, Flexibilität und Komfort in der täglichen Logistik und unterstützen das Unternehmen dabei, seine Spezialitäten zuverlässig in der ganzen Schweiz auszuliefern.

Neue Scania-Verstärkung bei der Henry Transports SA

ABLIEFERUNG Gleich vier neue Scania durfte die in Vufflens-la-Ville bei Lausanne ansässige Henry Transports SA in den vergangenen Wochen neu in Betrieb nehmen. Von einer Allrad-Sattelzugmaschine, über einen Welaki bis zu zwei neuen Fünfachser Baufahrzeugen.

Gleich vier neue Scania verstärken seit Kurzem den modernen Fuhrpark der Henry Transport SA in Vufflens-la-Ville bei Lausanne.

Wer ein so breites Dienstleistungsangebot sein Eigen nennt wie die Henry Transports SA, der benötigt einen stark diversifizierten Fuhrpark, damit all diese auch schnell und wirtschaftlich durchgeführt werden können. Vom Muldentransport bis 36 m³, Kranaufträge, Transport von Baumaschinen und Baumaterialien, Bitumen oder Beton, Betonpumpen, um den angelieferten Beton auch an den Bestimmungsort pumpen zu können, Winterdienst oder den Handel mit Baustoffen. Dies alles erfordert unterschiedliche Fahrzeugkonzepte in unterschiedlichen Grössen und Flexibilität. Um dies alles auf gewohnt hohem Niveau halten zu können, muss auch die Henry Transports SA regelmässig in neue Nutzfahrzeuge investieren.

Von links: Alexandar Bozic (Betriebsleiter Services Scania Echandens), Bastien Henry (Geschäftsführer / Sohn von Blaise Henry), Maxime Vaz (Scania Verkaufsberater Scania Echandens), Francesco Romano (Managing Director Scania Schweiz AG), Blaise Henry (VR-Präsident) und Maxime Henry (Sohn von Blaise Henry und Bruder von Bastien).

Scania 500G A 4×4 HA Sattelzugmaschine

Einer der neuen vier Scania wird für besonders harte und anspruchsvolle Einsätze benötigt und wurde auf einem Allrad-Fahrzeug konzipiert. Dabei kann der Scania 500G A 4×4 HA sowohl als Sattelzugmaschine mit unterschiedlichen Aufliegern eingesetzt werden, oder im Winter steht dieses Fahrzeug dank Winterdienstvorbereitung mit Schneepflugplatte und Aufnahme eines Salzstreuers als leistungsfähiges Schneeräumungsfahrzeug mit hoher Traktion im Einsatz. Somit kann das Fahrzeug ganzjährig optimal und je nach Bedarf eingesetzt werden.

Scania 420P B 4×2 Absetzkipper mit Zentralachs-Anhänger unterwegs zum nächsten Kunden.

Scania 500G B 6×2*4 NA Absetzkipper

Der zweite neue Scania ist ein 500G B 6×2*4 NA mit UT-Absetzkipper. Mit diesem können die eigenen Mulden oder Plattformen innert kürzester Zeit zum nächsten Bestimmungsort transportiert und abgesetzt werden. Oder diese werden abgeholt und das Material in den Mulden wird zur fachgerechten Aufbereitung in die Wertschöpfungskette integriert, um aus möglichst vielen Abfallprodukten neue Wertstoffe generieren zu können. Ein Wertschöpfungs-Kreislauf, der über die vergangenen Jahre stetig weiterentwickelt und optimiert wurde. Im Sinne einer nachhaltigen und möglichst hohen Ressourcenschonung.

Einer der beiden neuen Scania 500G B 10×4*6 NA mit Fliegl Abschieber.

Scania 500G B 10×4*6 NA

Die beiden letzten Neufahrzeuge sind 500G B 10×4*6 NA Fünfachser mit Fliegl-Abschieber. Als Basis für die neuen Fünfachser diente ein Fahrgestell mit einem technischen Radstand von 4150 mm, zwei lenkbaren Vorderachsen sowie einer lift- und lenkbaren Nachlaufachse. Diese Konfiguration bietet eine hervorragende Basis für den Fliegl-Abschieber mit einem Fassungsvolumen von bis zu 25 m³. Dieser Aufbau besteht aus einer langlebigen, hochverschleissfesten Stahlmulde in Härte 400-450 HB, welche somit für höchste Belastungen im Baustellenbereich geeignet ist. Durch die tiefe Bauweise und den «Abschieber» können diese Fahrzeuge insbesondere dort eingesetzt werden, wo es an entsprechender Kipphöhe fehlt, wie z.B. in Hallen, Industriegebäuden oder Tunneln.

SUPER-Antriebsstrang für Leistung und Wirtschaftlichkeit

Auf hohe Wirtschaftlichkeit wird bei der Henry Transports SA grosser Wert gelegt, zum einen aus eigenem Interesse, zum andern, um auch seinen Kunden jederzeit ein attraktives und vor allem umweltfreundliches Transportangebot unterbreiten zu können. Die Reduktion der eigenen CO₂-Werte liegt deshalb ganz weit oben in der Prioritätsliste der modernen Unternehmung aus Vufflens-la-Ville. Mit der Wahl des 500 PS starken Reihen-Sechszylinder-Motors werden diese Bemühungen vollends unterstützt. Ein Drehmoment von 2650 Nm, welches bereits ab 900 bis hinauf auf 1300/min zur Verfügung steht, sorgt somit schon ab tiefen Drehzahlen für genügend Leistung und somit für eine hohe Wirtschaftlichkeit. Der top-moderne SUPER-Antriebsstrang mit fahrerfreundlichem «Clutch on Demand»-Kupplungssystem sowie das schaltfreundliche und kaum mehr spürbare Opticruise-Getriebe runden den fahrerfreundlichen Antriebsstrang weiter ab.

Henry Transports SA setzt auf Scania SUPER Nutzfahrzeuge.

CG17L Fahrerhäuser für grösstmöglichen Komfort und Sicherheit

Alle vier neuen Scania wurden mit CG17L‑Fahrerhäusern bestellt, die sich durch einen niedrigen Einstieg und hohen Komfort auszeichnen. Der hohe Öffnungs- und Schliesskomfort fällt bereits beim erstmaligen Öffnen der Tür auf. Über ein paar wenige Stufen erreicht man dann den eigentlichen Arbeitsplatz für den Fahrer. Dort findet er alle Bedienelemente ergonomisch angeordnet und jederzeit gut erreichbar. Einmal den Anlasser gestartet, muss man fast schon auf den Drehzahlmesser schauen, damit man sicher ist, dass der Motor auch bereits läuft. Weiter überzeugt auch die hervorragende Rundumsicht um das Fahrzeug, was im Baustellenverkehr essenziell ist, um Schäden oder Unfälle vermeiden zu können.

Von links: Bastien, Claude Matthey (Grossvater von Bastien & Maxime Henry und ehemaliger Geschäftsführer von Matthey Petit SA), Maxime und Blaise Henry.

Weitere neue Scania-Fahrzeuge in der Henry-Gruppe

Neben diesen vier Scania durfte die Henry Transports SA bereits Ende 2024 zwei neue Scania 420P B 4×2 mit Absetzkipper in Betrieb nehmen. Und auch die zur Henry Group gehörende Pierre Blanc Transports SA in Mézières konnte einen leistungsfähigen Scania 560R B 10×4*& NB Kranwagen und die CBC Ca-Balaie.com SA in Boussens noch eine 420P B 4×2 Kehrmaschine in Betrieb nehmen.

Die Fahrzeugflotte der Henry Transports SA am Firmensitz.

Henry Transport SA in Vufflens-la-Ville

Die Henry Transports SA mit Sitz in Vufflens-la-Ville ist ein traditionsreiches Familienunternehmen aus dem Kanton Waadt, welches seit 1997 mit seinen gelebten Werten den Mitarbeitenden, den Kunden wie auch Lieferanten sehr nahe steht. Mit über 100 Mitarbeitenden und mehr als 80 modernen Fahrzeugen ist das Unternehmen spezialisiert auf Baustellentransporte und den Handel mit Materialien. Reaktivität, Schnelligkeit, Effizienz und Nähe prägen die Firmenphilosophie. Seit 2016 bietet Henry Transports unter der Marke «Henry Delacuisine service voirie sa» zudem umfassende Dienstleistungen in der Abfall- und Wertstoffsammlung an.

Auch die Henry Transports SA muss regelmässig in neue Nutzfahrzeuge investieren.

Brancheninitiative gestartet: «Rettet den Kombinierten Verkehr»

SCHIENENGÜTERVERKEHR Mit einer gemeinsamen Initiative schlagen führende Unternehmen und Verbände Alarm: Die aktuelle Entwicklung im Schienengüterverkehr gefährdet das Rückgrat einer klimafreundlichen und leistungsfähigen Logistik – mit weitreichenden Folgen für Wirtschaft, Verkehr und Umwelt.

Hupac Kombinierten Verkehr TIR transNews
Die Hupac AG sieht den Kombinierten Verkehr als Hebel für den europäischen Green Deal. Mit konkreten kurz- und mittelfristigen Forderungen soll die Rückverlagerung gestoppt werden.

Ausgelöst wurde die Brancheninitiative durch einen offenen Brief an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla. Das breite Echo zeigt: Die Branche braucht eine starke, sichtbare Stimme.

Der Kombinierte Verkehr – die Verknüpfung von Schiene und Strasse – hält Europas Lieferketten am Laufen. Allein in Deutschland ersetzt er jährlich rund 6 Millionen Lkw-Fahrten. Doch das System steht massiv unter Druck:

  • sinkende Pünktlichkeit und Zugausfälle
  • steigende Kosten
  • monatelange Vollsperrungen im Zuge der Generalsanierung des Bahnnetzes in Deutschland
  • fehlende marktfähige Umleitungsstrecken.

Die Folge: Transporte wandern zurück auf die Strasse – oft dauerhaft. Das bedeutet mehr Staus, mehr CO₂, gefährdete Produktionsketten und eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts. Bereits eine Rückverlagerung auf die Strasse von 30 Prozent würde über 1 Million zusätzliche Lkw-Fahrten und 1,3 Millionen Tonnen CO₂ verursachen.

Das Logo der Brancheninitiative «Rettet den Kombinierten Verkehr»

Neue Website mit Fakten, Einordnungen und Hintergründen

Die Website www.rettet-den-kombinierten-verkehr.de bietet umfassende Informationen zu Bedeutung und Gefährdungslage des Kombinierten Verkehrs. Dokumentiert wird insbesondere der Kollateralschaden der laufenden und geplanten Korridorsanierungen in Deutschland für Industrie, Speditionen und Umwelt.

Die Brancheninitiative «Rettet den Kombinierten Verkehr» gibt der Branche eine gemeinsame Stimme. Sie zeigt auf, welche Folgen die aktuelle Entwicklung hat – und was Politik und Infrastrukturbetreiber jetzt tun müssen:

  • stabile und planbare Rahmenbedingungen
  • verlässliche Transportkapazitäten während der Bauphasen
  • funktionierende, marktfähige Umleiterstrecken
  • faire und wettbewerbsfähige Trassenpreise
  • eine Infrastrukturentwicklung, die Logistik und Industrie nicht ausbremst

Die Branche steht bereit für den konstruktiven Dialog – gemeinsam, offen und lösungsorientiert. Um die Diskussion in Politik und Öffentlichkeit zu stärken, hat die Initiative eine Petition gestartet. Die Initiative ist eine offene Plattform – Unternehmen, Organisationen und Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen.

Rückverlagerung stoppen – konkrete kurz- und mittelfristige Forderungen

1. Nullrunde bei den Trassennutzungsgebühren

2. Kapazitätsgarantie von mindestens 90 Prozent der heutigen Transportleistung

3. Ertüchtigung geeigneter Umleiterstrecken

4. Trassenvergabe bei Engpässen nach Marktanforderung

5. Betriebserschwerniszulage für minderwertige Trassen während der Bauphasen

6. Aussetzung der Entgelte bei Stornierung von Trassen

Über die Brancheninitiative

«Rettet den Kombinierten Verkehr» wird von den Kombioperateuren Kombiverkehr und Hupac koordiniert – im Interesse der gesamten Logistikbranche. Ziel ist es, den Kombinierten Verkehr als unverzichtbare Säule der Versorgung und der Klimapolitik zu sichern und zu stärken.

Schwarzmüller komplettiert neues Führungsteam

TRAILER Ein Jahr nach dem Zusammenschluss mit der Krone Nutzfahrzeug Gruppe zieht die Schwarzmüller Gruppe eine positive Bilanz zur Partnerschaft. Mit der nun abgeschlossenen Komplettierung des Managementteams stellt Schwarzmüller die Weichen für die nächste Phase seiner Entwicklung.

Das neue Team der Geschäftsführung mit klarer Ausrichtung: (v.l.n.r.) Dr. Valentin Clemens (CAO), Claus Artmayer (CSO), Georg Eckmair (CFO) und Bastian Litterscheid (COO).

Im Februar 2023 baute die Schwarzmüller-Gruppe die eigene Führungsstruktur radikal um: Wie das österreichische Unternehmen damals mitteilte, hatte Geschäftsführer Roland Hartwig seinen Posten geräumt. Daraufhin leitete ein Führungstrio ohne CEO und mit enger Bindung an den Aufsichtsrat die Geschicke des Aufbau-, Auflieger und Anhänger-Fabrikanten. Eine zentrale Rolle wollte darüber hinaus die Alleineigentümerin Beate Paletar einnehmen. Die Managerin stand seit Januar 2023 dem Aufsichtsrat vor und beabsichtigte, «die Zügel stärker in die eigenen Hände zu nehmen».

Krone übernimmt 2024 Schwarmüller-Gruppe

Krone und Schwarzmüller hatten dann im Sommer 2024 angekündigt, eine «strategische Partnerschaft» einzugehen. Die EU-Kommission hatte zuvor abere noch zu prüfen, ob die beiden Familienunternehmen durch den Zusammenschluss nicht zu dominierend auf dem europäischen Markt werden würden. Kurz vor Heiligabend 2024 dann die Nachricht: Die EU-Kommission billigt die Übernahme von Schwarzmüller durch Krone. Trotz der Übernahme konnte die Schwarzmüller-Gruppe aber unter ihrem bisherigen Namen weiterarbeiten.

Mit der nun abgeschlossenen Komplettierung des Managementteams stellt Schwarzmüller die Weichen für die nächste Phase seiner Entwicklung. Das erfahrene Führungsteam steht für Weitsicht, Wachstum und Kundennähe.

«Wir haben ein Führungsteam, das fachlich stark aufgestellt ist und zugleich die Werte von Schwarzmüller lebt: Verlässlichkeit, partnerschaftliches Handeln und Begeisterung für Qualität», betont Beate Paletar, Aufsichtsrätin und Gesellschafterin der Schwarzmüller Gruppe. «Mit dieser Struktur blicken wir zuversichtlich in die Zukunft und sind überzeugt, dass das Unternehmen seine Position im europäischen Markt weiter ausbauen wird.»

Gestärkte Führung mit klarer Ausrichtung

Bastian Litterscheid, neuer Chief Operating Officer (COO) seit August 2025, bringt langjährige Erfahrung aus der Nutzfahrzeugbranche mit. Sein Fokus liegt auf der Optimierung der Produktionsprozesse, der Steigerung von Effizienz und der Entwicklung kundenspezifischer Produktlösungen.

Zum 1. November 2025 übernahm Claus Artmayer die Funktion des Chief Sales Officer (CSO). Der Niederbayer aus Mengkofen verantwortet die Bereiche Vertrieb, After Sales, Service, Marketing und Produktmanagement. Nach fast drei Jahrzehnten im Vertrieb von Investitionsgütern, zuletzt als Leiter des Geschäftsbereichs Kommunaltechnik bei Beutlhauser, steht für ihn die enge Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern im Mittelpunkt. «Ich möchte Schwarzmüller zukunftssicher aufstellen und den Vertrieb gemeinsam mit Krone europaweit weiterentwickeln», so Artmayer.

Mit der neuen Geschäftsführung, nun bestehend aus Dr. Valentin Clemens (CAO), Georg Eckmair (CFO), Bastian Litterscheid (COO) und Claus Artmayer (CSO), setzt Schwarzmüller auf klare Verantwortlichkeiten, nachhaltige Strukturen und ein gemeinsames Zielbild: Kundenzentrierung, operative Exzellenz und solide wirtschaftliche Entwicklung.

«Das neue Team ist die ideale Basis, um die Stärken von Schwarzmüller innerhalb der Krone Commercial Vehicle Group weiter auszubauen», sagt Bernard Krone, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bernard Krone Holding. «Die neue Geschäftsführung vereint Erfahrung, Weitblick und den Willen, das Unternehmen in eine stabile und erfolgreiche Zukunft zu führen.»

Über die Schwarzmüller Gruppe

Die Schwarzmüller Gruppe mit Sitz in Freinberg (Österreich) zählt zu den führenden Herstellern gezogener Nutzfahrzeuge in Europa. Als Innovations- und Technologiepionier bietet das Unternehmen mit seinen beiden Marken Schwarzmüller und Hüffermann massgeschneiderte Transportlösungen für anspruchsvolle Branchen. An vier Produktionsstandorten in Österreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn werden jährlich rund 6000 Fahrzeuge gefertigt. Mit 1741 Mitarbeitenden ist Schwarzmüller in 21 europäischen Märkten aktiv und erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 336 Millionen Euro.

 

Lean for Retail: Gold für Truck Center Niederuzwil

VOLVO TRUCKS Das Truck Center Niederuzwil hat als erster Standort in der Region Europe Nord & Central das «Lean for Retail – Gold-Level» erreicht – und gehört damit weltweit zu nur sieben Volvo Trucks Betrieben, die diese höchste Auszeichnung tragen.

Christoph Keller, Betriebsleiter Truck Center Niederuzwil, betont: «Diese Auszeichnung ist ein grosses Kompliment an mein Team.»

«Dieser Erfolg ist weit mehr als eine Zertifizierung: Er steht für exzellente Prozessqualität, gelebte 5S Lean-Kultur und den klaren Anspruch, unseren Kundinnen und Kunden jeden Tag den bestmöglichen Service zu bieten», freut sich Urs Gerber, Geschäftsführer der Volvo Group (Schweiz) AG. Der Weg zum Lean for Retail Gold-Level erfordert höchste Prozessreife über alle Bereiche hinweg: klare und stabile Abläufe, tägliche Performance-Meetings, effiziente Schnittstellen, transparente Kommunikation und eine konsequente Kultur der kontinuierlichen Verbesserung.

Christoph Keller, Betriebsleiter Truck Center Niederuzwil, betont: «Diese Auszeichnung ist ein grosses Kompliment an mein Team. Wir haben in den letzten Jahren viel investiert – in unsere Prozesse, unsere Zusammenarbeit und in eine Kultur, die Qualität und Kundennutzen in den Mittelpunkt stellt. Dass wir nun als einer der wenigen Standorte weltweit das Gold-Level erreicht haben, macht uns sehr stolz.»

Mit den erreichten Gold- und Silver-Leveln zeigen die zertifizierten Truck Center besonders hohe Prozessreife und Effizienz.

Lean for Retail Silber-Level für Aclens, Münchenbuchsee und Egerkingen

Neben Niederuzwil haben in diesem Jahr auch die Truck Center Aclens und Münchenbuchsee erfolgreich das Lean for Retail – Silver Level erreicht. Doch auch ein dritter Standort gehört zu den Schweizer Silber-Betrieben: Das Truck Center Egerkingen, geleitet von Marc Hemund, hält den «Silver Level» bereits seit einem Jahr – ein deutlicher Beweis für Prozessstabilität, Teamleistung und konsequente Lean-Arbeit über einen längeren Zeitraum hinweg.

René Wasem, Betriebsleiter Truck Center Münchenbuchsee, erklärt: «Der Silberstatus zeigt, wie weit wir bereits gekommen sind. Es ist ein klarer Beweis für unsere stabile Prozesslandschaft und für das Engagement des gesamten Teams. Wir arbeiten jeden Tag daran, noch besser zu werden und unseren Kunden eine effiziente und zuverlässige Betreuung zu bieten.»

René Wasem, Betriebsleiter Truck Center Münchenbuchsee: «Wir arbeiten jeden Tag daran, noch besser zu werden und unseren Kunden eine effiziente und zuverlässige Betreuung zu bieten.»

Christoph Emery, Betriebsleiter Truck Center Aclens, ergänzt: «Lean ist für uns kein Projekt, sondern eine Haltung. Das ‹Silver Level› zu erreichen, bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns über die Anerkennung – und wir sehen sie als Motivation, die nächsten Schritte Richtung Gold anzugehen.»

Marc Hemund, Betreibsleiter Truck Center Egerkingen, betont: «Seit einem Jahr den Silberstatus zu halten, zeigt die Stärke und Beständigkeit unseres Teams. Wir arbeiten täglich daran, die Abläufe weiter zu verbessern und unseren Kunden ein konstantes, zuverlässiges Serviceerlebnis zu bieten. Das Ergebnis macht uns sehr stolz.»

Christoph Emery, Betriebsleiter Truck Center Aclens, ergänzt: «Lean ist für uns kein Projekt, sondern eine Haltung. Das ‹Silver Level› zu erreichen, bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

Kundenvorteil – warum diese Zertifizierungen so wichtig sind

«Unsere Kundinnen und Kunden profitieren direkt von der Arbeit nach globalen Volvo-Standards. Mit den erreichten Gold- und Silver-Leveln zeigen die zertifizierten Truck Center besonders hohe Prozessreife und Effizienz – ein zusätzlicher Mehrwert für unsere Kunden», erklärt Urs Gerber. «Alle unsere Standorte arbeiten nach den bewährten Volvo-Richtlinien und investieren kontinuierlich in Verbesserungen. Die Lean for Retail Zertifizierungen unterstreichen diesen Weg und stärken das Vertrauen in Volvo Trucks – heute und in Zukunft.»

Roland Gruber, Retail & Servicemarket Manager: «Diese Resultate zeigen eindrucksvoll, wie engagiert unsere Teams den Lean-Gedanken leben. Gold und Silber sind Meilensteine – aber viel wichtiger ist die Haltung dahinter: gemeinsam besser werden, effizienter werden und unseren Kundinnen und Kunden ein konstant hohes Serviceerlebnis bieten. Darauf können wir stolz sein.»

Urs Gerber abschliessend: «Ein grosses Dankeschön geht an alle Teams, die mit Engagement, Professionalität und Leidenschaft an unserer Lean-Reise arbeiten. Diese Erfolge gehören uns allen – und sie zeigen, was wir gemeinsam erreichen können.»

Renault Trucks E-Tech D14: neues Ass für urbane Zentren

VERTEILERVERKEHR Der kompakte und wendige Elektro-Lkw ergänzt die mittelgrosse Renault Trucks-Elektrofahrzeugreihe und bietet in der Kategorie 14 bis 26 t Lösungen für sämtliche städtische Einsatzzwecke.

Die Elektrofahrzeugpalette von Renault Trucks wird mit dem Renault Trucks E-Tech D14, einem für die innerstädtische Zustellung konzipierten 14-Tonnen-Fahrzeug, erweitert.

Der Renault Trucks E-Tech D14 hat ein 2,39 m breites Fahrgestell, einen Radstand von 3,8 m sowie einen Wendekreis von weniger als 7,3 m. Dies macht ihn zum kompaktesten und wendigsten Fahrzeug der Elektrofahrzeugreihe des französischen Herstellers und stellt die ideale Lösung für Lieferungen in dicht bebauten Stadtgebieten mit begrenztem Platz dar. Die niedrigere Ladekante erleichtert sich wiederholende Arbeitsvorgänge bei der Trocken- bzw. Kühltransportzustellung. Seine Nutzlast von bis zu 6,7 Tonnen ist ein hervorragender Kompromiss in Bezug auf Transportkapazität und Wendigkeit. Der Renault Trucks E-Tech D14 ist auch der einzige Lkw seiner Klasse mit einer Vollluftfederung vorn und hinten, was für einen optimalen Fahrkomfort im städtischen Umfeld sorgt.

Urbane Reichweite und vereinfachtes Aufladen

Der Renault Trucks E-Tech D14 verfügt über vier LFP-Batterien mit einer Gesamtkapazität von 176 kWh und hat eine Reichweite von bis zu 220 km mit einer einzigen Ladung. Er deckt somit problemlos den Tagesbedarf bei der städtischen Zustellung ab. Zudem verfügt er auch als einziges 14-Tonnen-Fahrzeug über ein integriertes 43-kW-Wechselstrom-Ladegerät für ein problemloses Aufladen an den weitverbreiteten und einfach zu installierenden Wechselstrom-Ladestationen.

E-Tech D14 greift auf vernetzte Dienste für optimierte Nutzung zurück

Fahrerinnen und Fahrer sowie Flottenmanager haben so die Möglichkeit, aus der Ferne Ladeinformationen mithilfe der serienmässigen Driver-App zu verfolgen und ihre Routen mit dem Optifleet-Mission-Modul zu planen. Das Optifleet Charge-Modul verfügt optional dazu über eine Fernüberwachung des Batterieladezustands sowie über optimierte Ladezyklen für eine maximale Verfügbarkeit des Fahrzeugs.

Das Serenity Pack – ein spezieller Vertrag für Elektrofahrzeuge – bietet eine bessere Fahrzeugortung sowie individuelle Betreuung durch die Renault-Trucks-Experten während des ersten Betriebsjahres. So wird eine optimale Nutzung des Elektro-Lkw gewährleistet.

Das Renault Trucks-E-Tech-Programm stellt Transportunternehmen die Expertise von Spezialisten für Elektromobilität und moderne Tools (Flotten-, Routen-, Energiekapazitätsanalyse der Standorte sowie einen Reichweiten- und CO₂-Einsparungssimulator) zur Ausarbeitung einer massgeschneiderten Dekarbonisierungsstrategie zur Verfügung.

Der Renault Trucks E-Tech D14 ist bereits bestellbar und wird im französischen Werk Blainville-sur-Orne – einem Pionier in der Fertigung von Elektro-Lkw in Europa – hergestellt. Dieses neue Modell ergänzt die Renault Trucks-Elektro-Modellreihe, die nun in den Ausführungen 14, 16, 19 und 26 Tonnen erhältlich ist. Sie ist Teil eines umfassenden Angebots an Elektromobilitätslösungen und reicht vom 350 kg schweren Lastenrad bis hin zur 50 Tonnen schweren Sattelzugmaschine.

Fliegl Drive-On: patentierter Kippstabilisator mit Anfahrhilfe

FLIEGL AUFLIEGER Um den Arbeitsalltag von Fahrern und Spediteuren sicherer zu machen, hat Fliegl das Drive-On-System entwickelt. Es vermindert Wankbewegungen und die Gefahr, dass der Trailer bei aufgestellter Mulde auf unebenem Boden umkippt.

 

Um den Arbeitsalltag von Fahrern und Spediteuren sicherer zu machen, hat Fliegl das Drive-On-System entwickelt.

Der Fuhrunternehmer Frank Schindhelm aus Coburg bestellte vor einigen Jahren bei Fliegl einen neuen Zweiachs-Sattelkipper, weil sein alter Kipper beim Abladen umgestürzt war – wirtschaftlicher Totalschaden. Damit so etwas nicht noch einmal passiert, orderte er beim neuen Kipper gleich das patentierte Drive-On-System mit.

Es vermindert Wankbewegungen und die Gefahr, dass der Trailer bei aufgestellter Mulde auf unebenem Boden umkippt. Dazu stellen zwei robuste, pneumatisch ausklappbare Metallstützen beim Abkippen eine Verbindung zwischen der letzten Achse und dem Rahmen her – so werden seitliche Schaukelbewegungen abgefangen. Nach dem Absenken springen die Stützen automatisch in die Ausgangsposition zurück. Das nur 26 Kilogramm schwere System funktioniert mechanisch, das schont die Umwelt und spart Kosten, da keine aufwendige Hydraulik nötig ist. Drive-On übernimmt ausserdem die Funktion der Höhenfixierung, was etwa die Übergabe von Asphalt an einen Fertiger vereinfacht.

Drive-on bietet zusätzlich eine Anfahrhilfe

Das kann nützlich sein, wenn die Hinterräder des Lkw auf rutschigem Untergrund wenig oder keinen Grip finden. Beim Dreiachs-Kipper kann die erste Achse angehoben werden. Dadurch verlagern sich beim Abkippen 2800 Kilogramm (10,7 Prozent des Aufliegergewichts) auf die Sattelplatte und sorgen so für mehr Stabilität. Zum Anfahren mit Beladung drücken sogar 6700 Kilogramm auf die Antriebsachse – mehr Traktion auf losem oder rutschigem Untergrund ist die Folge. Ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h senkt sich die erste Achse automatisch wieder ab.

Zwei robuste, pneumatisch ausklappbare Metallstützen stellen beim Abkippen eine Verbindung zwischen der letzten Achse und dem Rahmen her – so werden seitliche Schaukelbewegungen abgefangen.

Ein weiterer Transportunternehmer, der die Vorteile von Drive-On zu schätzen weiss, ist Robert Zirngibl aus Querfurt. Seine Fahrer transportieren unter anderem Material für Biogasanlagen, Häckselware oder Mais- und Grassilage und müssen daher häufig auf weichem und unebenem Boden abladen. «Der Aufpreis ist nicht so gross, dafür steigert es die Sicherheit, und das war uns wichtig», berichtet der Chef damals beim Neukauf des Dreiachs-Kippsattelaufliegers DHKA 390 Greenline.

Das System ist nur 26 Kilogramm schwer.

Noch ein Vorteil des Systems: Da durch Drive-On die Luftbälge nicht mehr vollständig komprimiert werden, halten die Gummiblöcke im Innern deutlich länger. Gleiches gilt für die Arme der Liftachse, die an der tiefsten Stelle sitzen und dauerhaft Schmutz und Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Als einziger Hersteller verzinkt Fliegl daher die Liftachsarme und bietet 10 Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung.

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